07:45 29 September 2020
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    Coronavirus-Ausbruch: Aktuelle Entwicklungen zur neuartigen Lungenkrankheit (200)
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    Die Zahl der Todesopfer durch die neuartige Lungenkrankheit ist weltweit auf über 3000 gestiegen. In Deutschland sind mittlerweile in zehn der 16 Bundesländer Fälle des Coronavirus nachgewiesen.

    Während die Zahl der neuen Erkrankungen in China langsam abnimmt, breitet sich die Lungenkrankheit in anderen Teilen der Welt rasant aus.

    Die Zahl der Todesopfer durch Covid-19 ist weltweit auf über 3000 gestiegen. Zu den bislang von der WHO bestätigten 2980 Opfern kamen am Montag 42 weitere Todesopfer aus China hinzu. 

    Laut der Pekinger Gesundheitskommission infizierten sich zudem landesweit 202 weitere Menschen mit der neuartigen Lungenkrankheit, womit die Gesamtzahl der nachgewiesenen Erkrankungen weltweit auf knapp 89.000 gestiegen ist.

    Situation in Südkorea

    Am stärksten betroffen nach China ist Südkorea. Dort stieg die Zahl der nachgewiesenen Covid-19-Infektionen auf mehr als 4000. Über die Nacht zum Montag kamen laut den Gesundheitsbehörden 476 neue Fälle hinzu. Damit wurden bisher 4212 Menschen positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Virus in Verbindung gebracht werden, kletterte in Südkorea um vier auf 22.

    Indonesien bestätigt erste Coronavirus-Fälle

    In Indonesien sind die zwei ersten Fälle des neuen Coronavirus nachgewiesen worden. Dabei handelt es sich um eine Mutter und eine Tochter, wie Präsident Joko Widodo am Montag vor Journalisten erklärte. Die beiden hätten Kontakt mit einem infizierten japanischen Touristen gehabt.

    ​Zweiter Coronavirus-Todesfall in USA - erste Infektion in New York

    Die Zahl der Toten durch das Coronavirus in den Vereinigten Staaten hat sich auf mindestens zwei erhöht. Die Gesundheitsbehörde im US-Bundesstaat Washington meldete am Sonntag (Ortszeit) einen weiteren Todesfall. Aus demselben Bundesstaat war am Samstag der erste Todesfall durch den Erreger Sars-CoV-2 in den USA gemeldet worden.

    Im Bundesstaat New York wurde am Sonntag der erste Fall einer Cornavirus-Infektion bestätigt. New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo teilte mit, die Frau im Alter von Ende 30 habe sich bei einer Reise im Iran angesteckt. Sie sei in ihrem Zuhause unter Quarantäne.

    Lage in Europa

    In Europa ist bisher Italien das am stärksten betroffene Land. Die Zahl der Todesopfer stieg auf 34, so Zivilschutzchef Angelo Borrelli am Sonntag. Inzwischen sind nach seinen Angaben 1694 Menschen mit dem Sars-CoV-2-Erreger infiziert. Davon seien 83 bereits wieder genesen.

    Coronavirus in Deutschland

    In Deutschland sind mittlerweile in zehn der 16 Bundesländer Coronavirus-Fälle nachgewiesen. In Deutschland wurden bislang 150 Fälle einer SARS-CoV-2-Infektion bestätigt. Aus dem Saarland und den meisten neuen Bundesländern wurden bis zum Wochenende keine Coronavirus-Infektionen berichtet.

    Am späten Sonntagabend wurde der erste nachgewiesene Fall in Berlin bekannt. 

    „Bei der infizierten Person handelt es sich um einen jungen Mann, der in Mitte wohnt. Sein Zustand ist stabil. Er ist in der Charité isoliert und wird behandelt“, heißt es in der heutigen Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung.

    Für den Montag werden zudem Ergebnisse von Mitarbeitern des Brandenburger Erlebnisbads Tropical Islands erwartet. Dort war ein Mann aus Nordrhein-Westfalen zu Besuch, beim dem der Erreger später nachgewiesen wurde.

    Besonders stark betroffenen ist der Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen. Dort gab es 65 bestätigte Fälle. NRW-weit sind deutlich mehr als 70 Fälle nachgewiesen. Erstmals wurde am Sonntag ein Fall bekannt, bei dem es keinen Bezug zum Kreis Heinsberg gibt. Das Virus wurde bei einem 51-Jährigen Mann nachgewiesen, der aus dem Iran zurückgekehrt war.

    In Baden-Württemberg und Bayern sollen Schüler nach dem Ende der Faschingsferien zu Hause bleiben, wenn sie sich in einem der Risikogebiete aufgehalten haben. Im Südwesten betrifft das ausdrücklich auch viele Beamte und Polizisten. Als Risikogebiete nennt das Landesgesundheitsministerium die norditalienische Provinz Lodi in der Region Lombardei und die Stadt Vo in der Provinz Padua (Region Venetien) sowie Teile Chinas, des Irans und Südkoreas.

    Mehrere Großveranstaltungen in Deutschland wurden am Wochenende abgesagt oder verschoben. Nach Absage der weltgrößten Reisemesse ITB in Berlin war unklar, ob Aussteller entschädigt werden. Der Restaurantführer Guide Michelin sagte die für Dienstag geplante Sterneverleihung in Hamburg ab. Wegen des Coronavirus wird zudem die Düsseldorfer Fachmesse „Pro Wein“ verschoben.

    Wegen der Infektion mit Sars-CoV-2 bei einem Mitarbeiter bleiben alle Tochterunternehmen des Maschinenherstellers DMG Mori in Pfronten im Allgäu am Montag und Dienstag geschlossen. Rund 1600 Mitarbeiter sind davon betroffen.

    Neuartiges Virus

    Die chinesischen Behörden hatten am 31. Dezember 2019 die Weltgesundheitsorganisation (WHO) über den Ausbruch einer Lungenkrankheit mit unbekannter Ursache in der Stadt Wuhan in der Provinz Hubei informiert. Als Krankheitserreger wurde ein neuartiges Virus identifiziert. Das Virus löst eine Lungenkrankheit aus, die die Bezeichnung COVID-19 bekommen hat.

    ak/ip/dpa

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    Lungenkrankheit, Südkorea, Deutschland, China, Coronavirus