21:43 01 Dezember 2020
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    Brinkhaus gegen Kontingentlösung für Flüchtlinge; Netanjahu liegt nach Beginn der Auszählung klar vorne; Neue Proteste gegen Rentenreform in Frankreich angekündigt; Mehrere Bundesländer melden erste Coronavirusfälle; Kirchen plädieren für Aufnahme von Flüchtlingen; Australische Nachrichtenagentur AAP verkündet Schließung

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Dienstag geschehen ist.

    Brinkhaus gegen Kontingentlösung für Flüchtlinge

    Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus lehnt die Aufnahme einer bestimmten Zahl schutzbedürftiger Migranten aus der türkisch-griechischen Grenzregion ab. Man dürfe nicht den Fehler machen von 2015 und falsche Signale setzen, sagte der CDU-Politiker im Morning Briefing des Journalisten Gabor Steingart heute. Die griechische Regierung stehe zu ihren Verpflichtungen und schütze ihre Grenze. Er halte auch Kontingentlösungen für gefährlich. Wenn man ein Kontingent für 10.000 aufmache, motiviere das 100.000, sich auf den Weg zu machen.

    Netanjahu liegt nach Beginn der Auszählung klar vorne

    Nach Beginn der Auszählung der Ergebnisse der Parlamentswahl in Israel liegt die Likud-Partei von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu klar in Führung. Nach Auszählung von rund 22 Prozent der Stimmen kam der rechtskonservative Likud auf rund 29,6 Prozent, wie das Zentrale Wahlkomitee heute Morgen auf seiner Internetseite mitteilte. Das Mitte-Bündnis Blau-Weiß von Herausforderer Benny Gantz habe rund 23,6 Prozent erhalten. Die Parlamentswahl am Montag war bereits die dritte Wahl innerhalb eines Jahres.

    Neue Proteste gegen Rentenreform in Frankreich angekündigt

    In Frankreich haben Gewerkschaften erneut zu Protesten gegen die geplante Rentenreform aufgerufen. Die für heute angekündigten Demonstrationen sollen sich gegen das Vorhaben der Regierung richten, die umstrittene Reform des Rentensystems per Dekret und ohne Parlamentsabstimmung durchzusetzen. Demonstranten sollten deshalb landesweit vor Rathäuser und Verwaltungssitze ziehen, forderte ein Bündnis um die Hardliner-Gewerkschaft CGT.

    Mehrere Bundesländer melden erste Coronavirusfälle

    In mehreren Bundesländern sind am Abend erste Fälle des neuartigen Coronavirus nachgewiesen worden. Insgesamt stieg die Zahl der erfassten Fälle damit auf rund 170. Noch keine Meldungen gab es lediglich aus dem Saarland, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Damit gibt es in fast allen Bundesländern registrierte Sars-CoV-2-Infektionen - mit mehr als 90 Fällen mit Abstand die meisten in Nordrhein-Westfalen. Erstmals wurden Ansteckungen aus Brandenburg, Thüringen und Sachsen gemeldet. In Berlin kamen zwei weitere Fälle hinzu.

    Kirchen plädieren für Aufnahme von Flüchtlingen

    Die Kirchen in Deutschland fordern mehr Hilfe für Migranten und kritisieren die deutsche und europäische Flüchtlingspolitik. Der Bevollmächtigte des Rates der Evangelischen Kirche, Dutzmann, sagte mit Blick auf die Situation der Flüchtlinge an der türkisch-griechischen Grenze gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, Deutschland habe noch Kapazitäten, Flüchtlinge aufzunehmen. Die Gesellschaft hätte mit der ersten großen Flüchtlingskrise 2015 ungeheuer viel geschafft. Der Münchner Kardinal Marx forderte, Europa müsse eine Antwort finden und auch die Kirche den Menschen in Not helfen.

    Australische Nachrichtenagentur AAP verkündet Schließung

    Für die australische Medienlandschaft ist es ein Schlag. Die Nachrichtenagentur AAP stellt nach 85 Jahren Ende Juni ihren Dienst ein. Das Geschäft sei in Zeiten, in denen es zunehmend kostenlose Inhalte im Internet gebe, nicht mehr rentabel, teilte der Geschäftsführer, Bruce Davidson, heute mit. AAP (Australian Associated Press) wurde 1935 von dem Verleger Keith Murdoch gegründet, dem Vater von Medienunternehmer Rupert Murdoch. Die Agentur bietet neben Texten aus verschiedenen Ressorts auch Bilder und Videos an.

    mk/dpa/ae

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    Tags:
    Coronavirus, Benjamin Netanjahu, Ralph Brinkhaus