15:13 29 Oktober 2020
SNA Radio
    Panorama
    Zum Kurzlink
    3938
    Abonnieren

    Der nordkoreanische Staatschef Kim Jong Un hat am Montag einer Übung der weitreichenden Artillerie beigewohnt und sie geleitet. Dies meldet die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Dienstag.

    Kim habe sich mit der Tatsache sehr zufrieden gezeigt, dass die Langstrecken-Artilleristen auf alle Umstände schnell reagieren und ihre Feuerkraft-Kampfaufgaben perfekt erfüllen, heißt es in der Meldung.

    Der nordkoreanische Staatschef habe seine Absicht bestätigt, die Kampfbereitschaft der Armee weiter auszubauen. Für den Sieg des Sozialismus seien „Militärstärke und Abschreckungskraft“ nötig, betonte er.

    Zuvor hatte der südkoreanische Generalstab berichtet, Nordkorea habe am Montagmorgen mindestens zwei Projektile in Richtung Japanisches Meer abgefeuert. Die Starts seien im Gebiet Wonsan an der Ostküste erfolgt. Bislang war unklar, um welche Art Geschosse es sich dabei gehandelt hatte.

    Die Geschosse seien in einer Entfernung von 240 Kilometern gefallen. Die Höhe ihrer Flugbahn habe etwa 35 Kilometer erreicht. Es wurde vermutet, dass die Starts eine Fortsetzung der gemeinsamen Raketenmilitärübungen sind, die am 28. Februar stattgefunden hatten.

    „Tatsächliche Gefahr für Südkorea“

    Die jüngsten Tests hätten gezeigt, dass Nordkorea die „supergroßen“ Mehrwachraketenwerfer-Systeme vervollkommnet und in Dienst gestellt habe, meint Professor Kim Dong-Yub von der Kyungnam University: Diesmal habe die Zeit zwischen den Starts lediglich 20 Sekunden betragen, während sie bisher 30 Sekunden ausgemacht habe.

    „Außerdem waren alle vier Übungen im vergangenen Jahr experimenteller Art gewesen. Der jetzige Start wurde bei einer Artillerieübung durchgeführt, nachdem das System bei einer aktiven Teileinheit in den Dienst gestellt worden war“, äußerte der Experte gegenüber Sputnik. Dies bedeute, dass das System in den „Raketenschirm“ aufgenommen worden sei. „Nun ist es tatsächlich eine Gefährdung für uns“, äußerte er.  

    Erste Raketenübung Nordkoreas im Jahr 2020

    Es war die erste Raketenübung Pjöngjangs seit Jahresbeginn. Am 28. November 2019 hatte Nordkorea zwei großkalibrige Kurzstrecken-Geschosse in Richtung Japanisches Meer abgefeuert. Damals betrug die Zeit zwischen den Starts 30 Sekunden. Die Raketen flogen in einer Höhe von 97 Kilometern und gingen in einer Entfernung von 380 Kilometern nieder.

    2019 hatte Nordkorea 13 Raketen, darunter auch ungelenkte, getestet. Die Uno stufte diese Übungen als Verstöße gegen eine Resolution des UN-Sicherheitsrates ein.

    asch/ae

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Messerattacke in Kirche von Nizza: Drei Todesopfer bestätigt
    So etwas wie „Charlie Hebdo“ wird es bei uns nicht geben – Kreml
    Russlands Verteidigungsministerium zeigt Start neuer Abfangrakete – Video
    Corona-Politik: „Verstößt gegen alles, was ich über Deutschland gelernt habe“ - Brönners Brandrede
    Tags:
    Kim Jong Un, Kim Jong-un, Militärübung, Raketentest, Artillerie, Rakete, Gefahr, Südkorea, Nordkorea