21:14 14 Juli 2020
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    Coronavirus-Ausbruch: Aktuelle Entwicklungen zur neuartigen Lungenkrankheit (198)
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    Facebook will keine Verbreitung von falschen Informationen und Verschwörungstheorien über das neuartige Coronavirus zulassen. Das Online-Netzwerk werde sie entfernen und dabei den Einschätzungen globaler Gesundheitsorganisationen folgen, kündigte Gründer und Chef Mark Zuckerberg am Mittwoch an.

    Zudem werde keine Werbung zugelassen, mit der die Krise ausgenutzt werden solle - zum Beispiel mit der Behauptung, die Produkte könnten die Krankheit heilen.

    Für Facebook ist das Vorgehen eine Ausnahme von der Linie, nicht entscheiden zu wollen, was falsch und was richtig ist. So war das Online-Netzwerk für die Entscheidung kritisiert worden, auch nachweislich falsche Aussagen von Politikern unkommentiert auf der Plattform zu lassen. Im Fall der Coronavirus-Unwahrheiten griffen aber die Facebook-Regeln, die es verböten, Menschen in Gefahr zu bringen, erklärte Zuckerberg.

    Die Weltgesundheitsorganisation WHO bekomme unterdessen so vielen kostenlosen Anzeigenplatz bei Facebook wie benötigt. Und auch andere Organisationen würden unter anderem mit Gutscheinen für Werbung unterstützt. Forscher erhielten Zugang zu anonymisierten und verallgemeinerten Facebook-Daten, um die Ausbreitung der Infektionen besser zu verstehen.

    Keine Beweise für „russische“ Fehlinformationen

    Zuvor war berichtet worden, dass die US-Unternehmen Facebook und Twitter die Behauptung des US-Außenministeriums anzweifelten, wonach Russland angeblich über tausende gefälschte Nutzerkonten Desinformationen über den Ausbruch des Coronavirus in den sozialen Medien verbreitet habe. Dies berichtete das Fachportal PCMag. Twitter habe keine „verdeckten Versuche“ einer koordinierten Desinformationskampagne enthüllt, sagte Yoel Roth, Leiter der Website-Integrität von Twitter. „Wir haben (das Außenministerium) um Beweise gebeten, dass sie dies unterstützen müssen, und wir haben noch nichts erhalten“, gab wiederum Nathaniel Gleicher, Leiter für Cyber-Sicherheitspolitik bei Facebook, an.

    Das US-Außenministerium soll zuvor gegenüber der Nachrichtenagentur AFP mitgeteilt haben, dass es Tausende gefälschte, mit Russland verknüpfte Konten auf Facebook, Instagram und Twitter gefunden habe, die darauf abzielen würden, Angst zu säen, indem fälschlicherweise behauptet werde, die USA hätten den Coronavirus-Stamm geschaffen. Das Außenministerium selbst habe es abgelehnt, den AFP-Bericht öffentlich zu kommentieren. Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, hat sich zu den Berichten geäußert und diese als absichtliche Falschmeldungen bezeichnet. 

    ai/dpa

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