03:13 03 Juni 2020
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    Der Gründer des Raumfahrtunternehmens SpaceX, Elon Musk, lässt durchaus zu, dass sein Unternehmen die grundlegende Mission – die Flüge zum Mars – nicht vor seinem Tod vollenden wird. Ein Grund dafür könnte mangelndes Fortschrittstempo sein. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag.

    „Wenn wir unser Fortschrittstempo nicht verbessern, werde ich definitiv tot sein, bevor wir zum Mars fliegen. Wenn wir 18 Jahre gebraucht haben, um uns darauf vorzubereiten, die ersten Menschen in den Orbit zu bringen, müssen wir unsere Innovationsrate steigern, sonst werde ich – basierend auf früheren Trends –bestimmt vor dem Marsflug tot sein“, sagte der 48-Jährige auf einer Konferenz in Washington.

    Zuvor gab Musk an, dass für die Errichtung einer autarken Siedlung auf dem Mars etwa 1000 Starship-Raumschiffe und mindestens drei Millionen Tonnen Ressourcen und Ausrüstung benötigt würden. Jeder Start werde SpaceX etwa zwei Millionen Dollar kosten, hieß es. Die Erde und der Mars würden sich einander alle zwei Jahre bis auf eine Entfernung nähern, die für Flüge ausreicht, so Musk. Daher werde die Frachtbeförderung circa 20 Jahre dauern.

    Musk beabsichtigt, eine Million Menschen auf den Roten Planeten zu bringen. Nach seinem Plan sollen die ersten Menschen bereits 2025 zum Mars fliegen können. Dabei vermuten Experten der US-Raumbehörde Nasa, dass die erste bemannte Mission zum Mars erst nach 2030 stattfinden könne.

    Starship

    Das als Raumfähre angelegte Starship ist für Flüge zum Mond und zum Mars sowie für andere interplanetare Missionen bestimmt. Es soll als zweite Stufe der superschweren Trägerrakete BFR (Big Falcon Rocket) dienen, an deren Entwicklung SpaceX derzeit arbeitet. Nach Musks Behauptung soll die Rakete imstande sein, gleichzeitig bis zu 100 Menschen zum Mars zu befördern. Das Gewicht des Raumschiffes beträgt 120 Tonnen und die Länge 50 Meter.

    Das Raumschiff könne auch zu jedem anderen Ort im Sonnensystem fliegen und sei wiederverwendbar. Es könne eine größere Menge Frachtgut und Menschen mitnehmen, damit auf dem Mond Stützpunkte und auf dem Mars Städte gebaut werden könnten, teilte SpaceX zuvor via Twitter mit.

    Ende Februar war berichtet worden, dass ein Prototyp von Starship beim Testen auf dem Weltraumbahnhof in Boca Chica Village in Texas zerbrach. Im November 2019 war ein weiteres Versuchsmodell, „Starship Mk1“, bei einem Flüssigkeitstest zerschellt.

    pd/sb/

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    Tags:
    Mond, Flüge, Mars, SpaceX, Elon Musk