05:06 02 Juni 2020
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    Die frühere Wikileaks-Informantin Chelsea Manning hat nach Angaben ihrer Anwälte in einem Gefängnis versucht, sich das Leben zu nehmen. Dies berichtet unter anderem die Zeitung „The New York Times“.

    Die 32-Jährige sei in ein Krankenhaus gebracht worden und erhole sich dort. Das Büro vom Scheriff der Stadt Alexandria bestätige „den Zwischenfall“ mit Manning. Die Mitarbeiter sollen professionell reagiert haben. „Manning ist in Sicherheit“, hieß es. Weitere Details gab es nicht.

    „Ihre heutigen Handlungen sind ein Beweis für die Kraft ihrer Überzeugungen sowie das schwere Leid, das sie durch die ,Zivil‘-Haft weiter erlebt“, heißt in einer Erklärung von einem Anwalt.

    Weiterhin sei geplant, dass Manning am Freitag zu einer Anhörung vor einem Bundesgericht erscheinen werde.

    Manning sitzt seit Mai 2019 wegen Missachtung des Gerichts in Beugehaft. Sie hatte sich geweigert, über den Gründer der Enthüllungs-Plattform Wikileaks, Julian Assange, auszusagen. Mannings Anwälte haben ihre Freilassung beantragt.

    Barack Obama begnadigte die Whistleblowerin 2017

    Chelsea Manning (vor der Geschlechtsumwandlung hieß sie Bradley Manning) hatte WikiLeaks im Jahr 2010 hunderttausende geheime Militärdokumente zukommen lassen, die unter anderem Menschenrechtsverletzungen der US-Armee in Afghanistan enthüllt hatten.

    Sie wurde zu 35 Jahren Haft verurteilt. Der damalige US-Präsident, Barack Obama, begnadigte sie jedoch kurz vor Ende seiner Amtszeit.

    ak/ae

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    Tags:
    Julian Assange, WikiLeaks, Gefängnis, Selbstmordversuch, Chelsea Manning