15:33 27 Oktober 2020
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    Rund 2500 Passagiere des Kreuzfahrtschiffes „Grand Princess“, das wegen mehrerer Coronavirus-Infizierter im Hafen von Oakland im US-Bundestaat Kalifornien anlegen musste, sind schon an Land gegangen. Mittlerweile sind nur noch 14 Fahrgäste an Bord, wie aus einer Mitteilung des Unternehmens am Samstag folgt.

    „Nach dem Stand um 19.00 Uhr Ortszeit am Samstag, kann ‚Princess Cruises‘ bestätigen, dass 2450 Menschen von Bord gebracht worden sind. Auf dem Schiff sind noch 14 Passagiere aus verschiedenen Ländern, die darauf warten, in ihre Länder geschickt zu werden“, heißt es.

    Indes sei der Plan, die gesamte Schiffsbesatzung in einer Quarantäne unterzubringen, noch im Besprechungsstadium. 

    Zuvor wurde mitgeteilt, dass das Schiff nach der Evakuierung der Passagiere, die bereits drei Tage dauert, den Hafen von Oakland wieder verlassen und ins Meer einlaufen werde. Die Crew sollte dann auf das neuartige Coronavirus getestet werden und für mindestens 14 Tage auf dem Schiff in Quarantäne gehen.

    „Grand Princess“

    Die Behörden hatten das Kreuzfahrtschiff „Grand Princess” Anfang März rund 100 Kilometer vor der Küste Kaliforniens gestoppt. Auf dem Schiff hatten sich nach Angaben des Unternehmens ‚Princess Cruises‘ 3533 Menschen aus 54 Ländern, darunter 2422 Passagiere und 1111 Besatzungsmitglieder, aufgehalten. Bislang sind mindestens 21 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Fast alle Infizierten seien Crewmitglieder.  

    Die von Bord gebrachten US-Bürger seien mit Bussen auf vier Armee-Gelände gebracht worden, wo sie mindestens 14 Tage lang unter Quarantäne bleiben müssten. Ausländische Bürger würden gleich von der Treppe in ihre Heimat geschickt.

    Die „Grand Princess“ befand sich laut Medienberichten auf dem Rückweg von einer zweiwöchigen Kreuzfahrt nach Hawaii, als sie vergangenen Mittwoch rund 100 Kilometer vor der Küste von San Francisco gestoppt wurde. Ein früherer 71 Jahre alter Passagier war nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben, vier weitere hatten sich angesteckt.

    Coronavirus auf Kreuzfahrtschiffen: „Grand Princess“ und „Diamond Princess“ betroffen

    Das Kreuzfahrtschiff „Grand Princess“ gehört zu dem Unternehmen „Princess Cruises“, zu dem auch die „Diamond Princess“ zählt, die vergangenen Monat wegen des Coronavirus zwei Wochen lang vor der Küste Japans unter Quarantäne gestanden hatte. Mehrere Hundert Passagiere erkrankten und wurden in Krankenhäuser gebracht, wo zwei von ihnen starben. 970 negativ getestete Passagiere haben seit Ende der Quarantäne das Schiff verlassen.

    Coronavirus in USA

    In den Vereinigten Staaten sind nach offiziellen Angaben (Stand Freitag) 1629 Menschen an dem neuartigen Coronavirus erkrankt. 41 sind gestorben.

    Am Freitag rief US-Präsident Donald Trump wegen der Ausbreitung des Coronavirus in den USA den nationalen Notstand aus. Mit der Maßnahme würden weitere Bundesmittel in Höhe von bis zu 50 Milliarden Dollar zur Bekämpfung des Coronavirus Sars-CoV-2 freigesetzt.

    Die Weltgesundheitsorganisation hatte am Mittwoch die Verbreitung des neuen Coronavirus Sars-CoV-2 als Pandemie eingestuft.

    ns/ae/sna

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    Evakuierung, Passagiere, Coronavirus, Donald Trump, USA, Kreuzfahrtschiff Diamond Princess, Kreuzfahrtschiff Grand Princess