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    Coronavirus-Ausbruch: Aktuelle Entwicklungen zur neuartigen Lungenkrankheit (201)
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    Der Vize-Gesundheitsminister Italiens, Pierpaolo Sileri, hat in einem Gespräch mit der Agentur RIA Novosti „die beste Waffe“ genannt, die im Kampf gegen das neuartige Coronavirus in globalem Maßstab helfen soll. Dies sind ihm zufolge Zusammenarbeit und Solidarität zwischen Ländern und einzelnen Menschen.

    Sileri selbst wurde am Wochenende positiv auf das SARS-CoV-2 getestet. Das Interview erfolgte per E-Mail.  

    „Um diese Pandemie zu besiegen, sind  Verantwortlichkeit und Solidarität zwischen Ländern und einzelnen Menschen erforderlich. Das ist ein gemeinsamer Kampf, in dem die besten Wissenschaftskreise zusammenarbeiten müssen. Zusammenarbeit, Transparenz und gemeinsame Arbeit sind die beste Waffe, über die wir in diesem Kampf verfügen“, bemerke Sileri am Donnerstag.    

    Italiens Vize-Gesundheitsminister erläuterte zudem, warum die Sterberate der Erkrankten an dem neuartigen Coronavirus in Italien so hoch ist. Diese sei offenbar auf den großen Anteil älterer Leute im Land zurückzuführen. 

    „Ja, dies kann mit dem durchschnittlichen Alter der italienischen Bevölkerung verbunden sein“, sagte Sileri in Beantwortung der Frage in Bezug auf mögliche Ursachen der hohen Sterberate. Diese beträgt in Italien sieben Prozent der gesamten Infektionsfälle.   

    42 Prozent der in Italien am neuartigen Coronavirus gestorbenen Menschen waren älter als 80 Jahre. Das italienische Gesundheitssystem setzt sich dem Vizeminister zufolge zum Ziel, sich um Senioren zu kümmern und somit ihre lange Lebensdauer zu gewährleisten.  

    „Es ist aber offensichtlich, dass die Gesundheit mit dem Alter schwächer wird, und die Folgen des Coronavirus tödlich werden“, sagte der Vizeminister.  

    China hilft Italien im Kampf gegen Corona

    Ende voriger Woche war eine Gruppe aus neun chinesischen Gesundheitsexperten nach Rom gekommen. Mit dem Flugzeug wurden auch 30 Tonnen Medikamente nach Italien gebracht.

    Am Mittwochabend landete ein zweites Flugzeug mit mehreren Tonnen Gütern aus China in Mailand. Dabei handelte es sich um Apparate für künstliche Beatmung, Atemschutzmasken, Tests auf das neuartige
    Coronavirus und Arzneimittel.   

    Zudem hatte eine US-amerikanische Wohltätigkeitsorganisation die Einrichtung eines Feldlazaretts für 60 Betten in der Stadt Cremona im Norden der Lombardei finanziert.   

    Sterberate bei Covid-19-Erkrankung in Italien

    In Italien sind nach dem Stand vom Mittwochabend mehr als 35 Menschen mit dem SARS-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Toten stieg auf 3.000. Bei der Ausbreitung des Coronavirus steht Italien an erster Stelle in Europa.   

    ns/ip/sna      

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    Senioren, China, Transparenz, Zusammenarbeit, Kampf, Coronavirus, Pierpaolo Sileri, Italien