22:39 27 November 2020
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    Nachrichtenüberblick: Massive Kontaktsperre in Deutschland; Kabinett will umfassende Corona-Notpakete beschließen; 23 Tote bei Aufstand in kolumbianischem Gefängnis; Soldaten desinfizieren Bangkoks Straßen; Airbus produziert wieder in Frankreich und Spanien; Drei Ärzte sterben auf den Philippinen

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Montag geschehen ist.

    Massive Kontaktsperre in Deutschland

    Deutschland versucht, das Coronavirus mit einer bundesweiten Kontaktsperre aufzuhalten. Bund und Länder einigten sich darauf, dass Ansammlungen von mehr als zwei Personen für zunächst zwei Wochen verboten werden sollen. Ausnahmen gibt es nur für Angehörige, die im eigenen Haushalt leben. Die Polizei werde Verstöße hart bestrafen. In Deutschland waren bis Sonntag mehr als 24.100 Infektionen mit dem neuen Coronavirus bekanntgeworden. Mehr als 90 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind bislang bundesweit gestorben.

    Kabinett will umfassende Corona-Notpakete beschließen

    Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus will das Bundeskabinett umfassende Maßnahmen beschließen. Dabei geht es um große Schutzschirme für Unternehmen, Beschäftigte und Kliniken. Geplant sind umfangreiche Rechtsänderungen. Im Schnellverfahren soll am Mittwoch bereits der Bundestag zustimmen, am Freitag der Bundesrat. Die Sitzung dürfte von Vizekanzler Olaf Scholz geleitet werden – Bundeskanzlerin Angela Merkel musste sich in häusliche Quarantäne begeben.

    23 Tote bei Aufstand in kolumbianischem Gefängnis

    Bei einer Gefängnis-Revolte gegen Coronavirus-Maßnahmen sind in Kolumbien mindestens 23 Häftlinge ums Leben gekommen und 80 verletzt worden. Die Rebellion ereignete sich im Gefängnis La Modelo in der Hauptstadt Bogotá. Zudem wurden neun Wärter verletzt, sagte Justizministerin Margarita Cabello Blanco in einem Video. Auch in anderen Haftanstalten des südamerikanischen Landes begehrten Insassen in der Nacht dagegen auf, dass im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus die Besuche eingeschränkt wurden.

    Soldaten desinfizieren Bangkoks Straßen

    Im Einsatz gegen das Coronavirus haben nach Militärangaben 500 Soldaten die Straßen der thailändischen Hauptstadt Bangkok desinfiziert. Die Aktion in der Nacht zum Montag war demnach die fünfte dieser Art Einsatz. In der Corona-Krise ist das öffentliche Leben in Bangkok eingeschränkt: Schulen, Einkaufszentren und Restaurants sind offiziell geschlossen. Auch der Königspalast, eine große Touristenattraktion, hat bis Mitte April zu. Ausgenommen von der Schließung sind Supermärkte und Drogerien. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums von heute stieg die Zahl der bekannten Coronavirus-Fälle in dem südostasiatischen Land um 122 auf 721.

    Airbus produziert wieder in Frankreich und Spanien

    Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus nimmt die wegen der Coronavirus-Krise unterbrochene Produktion in Frankreich und Spanien von heute an teilweise wieder auf. Das teilte Airbus in Toulouse mit. Das Unternehmen hatte in der vergangenen Woche wegen der Coronavirus-Pandemie seine Produktion in den beiden Ländern für vier Tage ausgesetzt. Die Airbus-Standorte in anderen Ländern, vor allem in Deutschland, Großbritannien, Kanada, den USA und China, waren davon nicht betroffen. Airbus streicht wegen der Krise seine Prognose für das laufende Jahr. Zudem soll die für 2019 geplante Dividende nicht gezahlt werden. Mit einer neuen Kreditlinie über 15 Milliarden Euro will sich der Hersteller weitere Liquidität sichern.

    Drei Ärzte sterben auf den Philippinen

    Im Kampf gegen das Coronavirus sind auf den Philippinen mindestens drei infizierte Ärzte ums Leben gekommen. Tausende Helfer behandelten Covid-19-Patienten, auch wenn es an Schutzausrüstung mangelte. Hunderte Klinikmitarbeiter mussten sich in Quarantäne begeben, berichteten die Krankenhäuser weiter. Alle seien müde, aber man habe keine Wahl, man habe sich diese Arbeit ausgesucht, sagte Antonio Ramos, Manager des philippinischen Lungenzentrums, heute. Ramos warb in einem Radiobericht um Spenden für Schutzausrüstung. Bei den meisten Stationen sei der Vorrat aufgebraucht.

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