21:23 30 Oktober 2020
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    Corona-Pandemie breitet sich weiter aus – alle Entwicklungen (536)
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    Zu den so „systemrelevanten“ Jobs zählen neben Ärzten, Pflegern oder Polizisten auch Mitarbeiter von Supermärkten. Da dies einen erheblichen Mehraufwand und auch ein erhöhtes Ansteckungsrisiko bedeutet, überweist die französische Supermarkt-Kette "Auchan" ihren Mitarbeiten nun 1.000 Euro pro Person. Das könnte auch in Deutschland Schule machen.

    Während viele Menschen während der Corona-Krise und den damit verbundenen öffentlichen Einschränkungen auf das Home-Office ausweichen, ist das für bestimmte Jobs nicht möglich. Ärzte, Pfleger, Polizei- und Feuerwehrkräfte, aber auch Bauarbeiter oder Supermarkt-Angestellte müssen weiterhin pünktlich zur Arbeit erscheinen. In der aktuellen Lage ist das aber mit einem unvergleichlichen Mehraufwand verbunden, denn der Andrang in den verbliebenen öffentlich zugänglichen Bereichen ist enorm. Auch besteht für die auswärts arbeitende Bevölkerung eine erhöhte Ansteckungsgefahr.

    Ein verkraftbarer Bonus

    Die französische Supermarktkette „Auchan“ will diese Leistungen ihrer Mitarbeiter jetzt mit einer Sonderprämie von 1.000 Euro für ihre rund 65.000 Beschäftigten im Einzelhandelsbereich honorieren. Gegenüber Medienvertretern sagte der Präsident des Auchan-Einzelhandels, Edgar Bonté:

    „In einer außergewöhnlichen Lage braucht man auch ein außergewöhnliches Engagement.“

    Die Sonderprämie kostet die Supermarktkette nach eigenen Angaben 65 Millionen Euro. Bei einem jährlichen Umsatz der „Auchan“-Aktiengesellschaft von zuletzt rund 62 Milliarden Euro dürfte die zusätzliche Investition verkraftbar sein.

    Steuerfrei und unkompliziert

    Da die französische Regierung fürchtet, dass die Wirtschaft komplett zum Erliegen kommen könnte, sind die 1.000-Euro-Prämien komplett von der Steuer befreit. Schon nach den Protesten der „Gelbwesten“ hatte die Regierung auf diese steuerlichen Anreize gesetzt, die von den Unternehmen auch in erheblichem Umfang in Anspruch genommen wurden. Nach „Auchan“ dürften sich nun auch weitere Unternehmen den Initiativen anschließen. Die deutschen Supermarkt-Ketten „Edeka“, „Aldi-Süd“ und „Lidl“ hatten auf Sputnik-Nachfrage zwar erklärt, dem nun höheren Personalbedarf mit Neueinstellung zu begegnen, Prämienzahlungen waren zuletzt aber nicht im Gespräch.

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