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    Die Coronavirus-Pandemie hat bereits Tausende Menschenleben gefordert und sorgt derzeit in Spanien für dramatische Zustände. Inzwischen erfolgt die Beisetzung von Urnen und Särgen in einem Schnellverfahren. Selbst beim Abschiednehmen müssen die Angehörigen Abstand halten.

    Laut der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ) hatten Berichte über eine große Eissporthalle im Norden Madrids, in der mehrere Dutzend Leichensäcke und Särge zwischengelagert wurden, für große Aufregung gesorgt. Grund dafür sei eine Meldung gewesen, wonach so viele Menschen infolge der Pandemie sterben würden, dass die Krematorien völlig überlastet seien.

    Daraufhin soll es aber Entwarnung gegeben haben. Das größte städtische Krematorium habe nach anderthalb Tagen Unterbrechung wieder die Arbeit aufgenommen, nachdem Schutzkleidung für die Mitarbeiter eingetroffen sei, so die SZ.

    Inzwischen habe die katholische Kirche Schnellverfahren für die Beisetzung von Urnen und Särgen genehmigt. Dabei besprenge ein Priester lediglich den langsam zur Grabstätte fahrenden Leichenwagen mit Weihwasser und spreche ein Gebet. Dem Trauerzug dürften nur engste Angehörige beiwohnen, die aber bei der Beisetzung Abstand zu wahren hätten.

    Überfüllte Intensivstationen

    Die Statistik der Toten führe mit großem Abstand die Altersgruppe ab 70 Jahren an. Krankenpfleger berichteten, dass Patienten über 75 Jahre erst gar nicht auf die Intensivstation kämen. Die Ärzte müssten diejenigen bevorzugen, die größere Überlebenschancen hätten.

    Gefahrenorte seien aber nach wie vor die schlecht ausgestatteten Altersheime. Experten zufolge sollen jedoch in den vergangenen Tagen immer mehr Erkrankte unter 40 Jahren in Krankenhäuser gekommen sein.

    In Spanien wurde das Coronavirus bei insgesamt 72.248 Menschen nachgewiesen (Stand: 28.03.2020, 22.00 Uhr). 12.285 davon sollen inzwischen wieder genesen sein. 5812 Menschen sind der Lungenerkrankung erlegen. Somit ist Spanien nach Italien das Land mit den meisten Coronavirus-Fällen in Europa.

    mka

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    Tags:
    Todesfälle, Spanien