22:45 12 Juli 2020
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    Die Militärs aus Russland und der Türkei haben eine gemeinsame Kontrolle der Posten entlang der wichtigen Verkehrsader M4 in Nordsyrien unternommen, die die Großstadt Aleppo mit der Provinz al-Hasaka verbindet. Dies hat Alexander Schukow, der Vertreter der russischen Militärpolizei, gegenüber Journalisten am Dienstag mitgeteilt. 

    „Wir haben mit der türkischen Seite eine gemeinsame Kontrolle der Posten auf der Autobahn M4 durchgeführt. Es wurden keine problematischen Situationen festgestellt, daher gibt es auch keine offenen Fragen für beide Seiten“, sagte Schukow. Ihm zufolge waren dabei pro Land zwei gepanzerte Fahrzeuge im Einsatz. In einer Stunde und zehn Minuten hätten sie mehr als 60 Kilometer zurückgelegt.

    Das Hauptziel der gemeinsamen Aktion habe darin bestanden, die Lage zu überwachen und die Einhaltung des Waffenstillstands zu kontrollieren sowie die Möglichkeit einer ungehinderten Bewegung entlang der Strecke in Nordsyrien zu überprüfen. Dabei hätten die Militärs kontrolliert, ob die Anzahl der stationären Posten an der Süd- und Nordseite zugenommen habe und ob bewaffnete Gruppierungen und Formationen in der Nähe der Straße präsent seien. Neulich bemerkten russische Beobachter verdächtige Geländefahrzeuge mit weißen Flaggen auf der Autobahn, die jedoch bei der Kontrolle nicht wiederentdeckt wurden.

    Bei der Zusammenarbeit behandeln russische wie türkische Seite nicht nur Sicherheitsfragen, sondern auch humanitäre Themen. So auch diesmal: In dem von den Kämpfern kontrollierten Gebiet gibt es eine Wasserpumpstation, die eine große Anzahl von Siedlungen und Feldern in Nordsyrien mit Wasser versorgt. Die Kämpfer stellen das Wasser jedoch regelmäßig ab und verlangen im Austausch dafür eine Stromversorgung, da das auf ihrem Territorium befindliche Kraftwerk geplündert worden sei. Mitarbeiter des russischen Versöhnungszentrums beteiligen sich hier an an den Verhandlungen.

    „Derzeit gibt es ein Problem mit dem Virus (Coronavirus — Anm. d. Red.) auf der Welt. Wir müssen die Region hier sauber halten, dafür gibt es Wasser. Bei der Lösung des Elektrizitätsproblems wird auch das Wasserproblem gelöst“, erklärte ein türkischer Militär während des Gesprächs.

    „Ich werde dem Kommando die Bitte der türkischen Seite übermitteln. Aber die türkische Seite sollte auch alle Maßnahmen ergreifen, um die Wasserversorgung in der Region zu verbessern“, antwortete der Vertreter der russischen Militärpolizei.

    Putin-Erdogan-Gespräche in Sotschi

    Die gemeinsame Kontrolle erfolgte im Rahmen einer Vereinbarung, die der russische Präsident Wladimir Putin und sein türkischer Amtskollege Recep Tayyip Erdoğan am 22. Oktober in der russischen Stadt Sotschi unterzeichnet hatten. Darin einigten sie sich auf gemeinsame Schritte zur Befriedung der Lage im Nordosten Syriens.  Die gemeinsamen Aktivitäten in der Region werden fortgesetzt.

    pd/tm

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    Tags:
    Aleppo, Patrouille, Syrien, Türkei, Russland