06:13 05 Juni 2020
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    Für die Kosmonauten, die am 9. April vom Raumbahnhof Baikonur zur Internationalen Raumstation starten sollen, sind angesichts der Coronavirus-Pandemie jegliche Handberührungen und Umarmungen verboten, so der Epidemiologe Sergej Sawin vom Kosmonautenausbildungszentrum gegenüber RIA Novosti.

    Die Crew setzt sich aus den Russen Anatoli Iwanischin und Iwan Wagner sowie dem US-Amerikaner Christopher Cassidy zusammen.

    „Bei uns sind Händedrücke und Umarmungen streng verboten. Bei jeder Verschmutzung werden sich Kosmonauten die Hände waschen und desinfizieren. Untersagt ist auch, fremde persönliche Gegenstände zu benutzen. Gemeinschaftlich genutzte Gegenstände werden nach jedem Gebrauch desinfiziert“, sagte Sawin.

    Da es keine Impfstoffe und sonstigen spezifischen Vorbeugungsmittel gegen das Coronavirus gibt, werden Maßnahmen zur allseitigen Stärkung des Immunsystems der Kosmonauten durchgeführt. Sie führen laut Sawin ein gesundes Leben, ernähren sich richtig, halten ihr Körpergewicht unter Kontrolle, härten sich ab und führen Bade- und allgemein kräftigende Maßnahmen durch.

    „Wir behandeln umgehend eventuelle somatische Erkrankungen, vor allem Störungen in den Organen, die als Tore für Infektionen dienen könnten, so in den HNO-Organen, dem Verdauungstrakt und den Augen“,  so Sawin.

    Die Hotelzimmer der Kosmonauten in Baikonur werden täglich mit chlorhaltigen Putzmitteln behandelt, regelmäßig gelüftet, mit UV-Licht bestrahlt. Der Feuchtigkeitsgehalt der Luft wird kontrolliert. 

    Gleichzeitig wird der Gesundheitszustand des Kantine-Personals und die Zubereitung von Essen verstärkt kontrolliert. Die Kosmonauten nehmen ihre Mahlzeiten in einem besonderen, eigens für sie eingerichteten Raum zu sich, so der Arzt.

    ls/tm

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    Tags:
    Anatoli Iwanischin, ISS, Russland