03:30 25 November 2020
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    Nachrichtenüberblick: Klimakonferenz in Glasgow wegen Corona verschoben; Tausende Tote wegen Corona befürchtet Trump; Zusammenhalt der EU gefährdet; Warnung vor Eingriff in Grundrechte; Neuseeland erlaubt Rückreise Tausender Ausländer; Vapiano meldet Insolvenz an

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Donnerstag geschehen ist.

    Klimakonferenz in Glasgow wegen Corona verschoben

    Die nächste UN-Klimakonferenz wird wegen der Coronavirus-Pandemie in das kommende Jahr verschoben. Das teilte die britische Regierung mit. Die Konferenz sollte eigentlich im November im schottischen Glasgow stattfinden. Nun soll sie 2021 dort abgehalten werden – das genaue Datum stehe aber noch nicht fest. Bei den jährlichen Spitzentreffen der Klimadiplomatie beraten die Staaten über den Weg, um den Ausstoß von Treibhausgasen und damit die Erderwärmung einzudämmen.

    Tausende Tote wegen Corona befürchtet Trump

    US-Präsident Donald Trump hat die Amerikaner wegen der Corona-Epidemie auf historisch schwierige Zeiten und auf dramatische Opferzahlen in naher Zukunft eingeschworen. Die nächsten zwei oder drei Wochen werden zu den schwierigsten gehören, die wir in diesem Land jemals hatten, sagte Trump im Weißen Haus. Man werde Tausende Menschen verlieren. Das Weiße Haus befürchtet nach einer Prognose zwischen 100.000 und 240.000 Tote in den USA durch das Coronavirus, trotz Maßnahmen zur Eindämmung.

    Zusammenhalt der EU gefährdet

    Die Corona-Pandemie mit ihren schweren wirtschaftlichen und sozialen Folgen kann nach Ansicht des Pariser Experten Sébastien Maillard das Gefüge der EU erschüttern. Gerade im besonders betroffenen Italien hätten Menschen das Gefühl, sich nicht mehr auf die Solidarität der traditionellen Partner verlassen zu können, sagte der Direktor des Jacques Delors Instituts der DPA. Die Italiener seien bereits sehr misstrauisch gegenüber Europa geworden. Es gibt das Risiko, dass ein „Italexit¸ ausgelöst werden könnte, sagte er mit Blick auf einen möglichen italienischen EU-Austritt.

    Warnung vor Eingriff in Grundrechte

    Dreizehn Mitgliedstaaten der EU haben vor Eingriffen in die Grundrechte im Zuge der Corona-Krise gewarnt. Die Unterzeichner, darunter auch Deutschland, äußerten sich tief besorgt über Risiken für die Rechtsstaatlichkeit, die durch bestimmte Notfallmaßnahmen entstehen könnten. Die Kritik bezieht sich offenbar auf Ungarn, ohne dass das Land in der Erklärung genannt wird. Das ungarische Parlament hatte Anfang der Woche ein Notstandsgesetz verabschiedet. Es erlaubt Ministerpräsident Victor Orban, jetzt unbegrenzt per Dekret zu regieren. Unterzeichnet wurde die Erklärung unter anderem von Frankreich, Griechenland, Italien, Spanien und den Niederlanden.

    Neuseeland erlaubt Rückreise Tausender Ausländer

    Tausende wegen der Coronavirus-Krise in Neuseeland festsitzende Ausländer, darunter auch viele Deutsche, werden von heute an den Pazifikstaat verlassen können. Die Regierung in Wellington, die Rückführungsflüge zunächst gestoppt hatte, kündigte einen entsprechenden Plan an. Dieser werde die sichere und geordnete Ausreise von Zehntausenden Gestrandeter ermöglichen, sagte der stellvertretende Premierminister Winston Peters.

    Vapiano meldet Insolvenz an

    Die angeschlagene Restaurantkette Vapiano steht wegen der Corona-Krise vor dem Aus. Wie der Vorstand des Unternehmens mitteilte, wird er wegen des drastischen Umsatzrückgangs Insolvenz anmelden. Bereits vor zwei Wochen hatte Vapiano wegen der Corona-Krise mitgeteilt, zahlungsunfähig zu sein. Damals wollte das Unternehmen jedoch noch prüfen, ob sich eine Insolvenz abwenden lässt. Vapiano betreibt weltweit eigenen Angaben zufolge 230 Restaurants, davon 55 in Deutschland.

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