21:22 24 September 2020
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    Die strengen Ausgangsbeschränkungen in Spanien wegen der Corona-Krise bekommen Opfer häuslicher Gewalt besonders schmerzhaft zu spüren. Den Notruf können sie oft nicht wählen, weil der Aggressor nur wenige Schritte entfernt ist.

    Um Betroffenen zu helfen, hat das Gleichstellungsinstitut der kanarischen Inseln (ICI) die Initiative „Mascarilla 19“ ins Leben gerufen: Mit diesem Codewort (übersetzt: Maske 19) können Opfer in jeder Apotheke auf ihre Situation aufmerksam machen - denn Einkaufen und der Gang zur Apotheke gehören zu den wenigen Erledigungen, die derzeit in Spanien erlaubt sind.

    ICI-Direktorin Kika Fumero sagt dazu: „Es ist eine kollektive Herausforderung, die Coronavirus-Kurve einzudämmen, ohne dass sich häusliche Gewalt ausbreitet.“ Den Code „Mascarilla 19“ ist nun jedem Apotheker bekannt, der per Notruf die Behörden alarmieren kann.

    Mittlerweile habe sich die Initiative von den Kanaren weiter ausgebreitet - Andalusien, Kantabrien sowie zahlreiche Gemeinden der Regionen Valencia, Madrid und Katalonien machen bereits mit. Nach Angaben der Nachrichtenagentur „Europa Press“ hat sich die Region Extremadura im Westen des Spaniens dieser Initative angeschlossen.

    ls/tm/dpa

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