01:37 19 September 2020
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    Der CEO und Gründer des Videokonferenz-Dienstes Zoom, Eric Yuan, hat Besserung nach Kritik an seinen Datenschutz-Vorkehrungen verkündet.

    Die Nutzung von Zoom explodierte in der Coronavirus-Krise. Dabei vermehrten sich rasant auch die Meldungen über Sicherheitsmängel der Videochat-Software.

    Das Plattform sei in erster Linie für Unternehmenskunden – große Institutionen mit voller IT-Unterstützung – entwickelt worden, schrieb der Firmenchef in einem Blogeintrag am Donnerstag.

    „Wir haben das Produkt jedoch nicht in der Voraussicht entwickelt, dass jeder Mensch auf der Welt innerhalb weniger Wochen damit plötzlich von zu Hause aus arbeiten, lernen und Kontakte knüpfen würde.“

    „Unvorhergesehene Probleme“

    Die neue Art der Nutzung habe „unvorhergesehene Probleme mit unserer Plattform“ zu Tage gefördert, darunter das sogenannte „Zoombombing“, bei dem Fremde in Videokonferenzen reinplatzen.
    Beim „Zoombombing“ platzen ungefragt Fremde in laufende, nicht passwortgesicherte Zoom-Konferenzen rein, deren Meeting-ID irgendwie öffentlich gemacht wurden sind.

    Yuan räumte fehlende Sicherheitsmaßnahmen ein. Allerdings sollen die Sicherheitslücken inzwischen geschlossen sein.

    Er warnte trotzdem, dass der Dienst nicht mit einer kompletten Verschlüsselung arbeite. Das Tool garantiert die Verschlüsselung nur, wenn alle Konferenzteilnehmer sich über die Zoom-Software einwählen. Schaltet sich jedoch jemand per Telefonanruf dazu, hebelt sich die Verschlüsselung aus.

    Corona-Pandemie

    Die Weltgesundheitsorganisation hatte am 11. März den Ausbruch des neuen Covid-19-Erregers als Pandemie eingestuft.

    Weltweit wurden nach WHO-Angaben bereits mehr als 857.000 Menschen in 206 Ländern mit dem Virus SARS-CoV-2 infiziert. Registriert wurden bisher demnach 42.006 Todesopfer.
    Viele Länder verhängten Ausgangssperren, um die Ausbreitung der neuartigen Lungenerkrankung einzudämmen. Daraufhin mussten Milionen Kinder und Erwachsene von zu Hause lernen und arbeiten.

    mo/mt/dpa

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    Tags:
    Sicherheit, IT, Internet, Coronavirus