16:30 18 September 2020
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    Nachrichtenüberblick: Lange Ausnahmesituation an Schulen erwartet; S&P bestätigt Einstufung für USA; 15.000 Soldaten ab heute einsatzbereit zur Amtshilfe; Labore in Deutschland arbeiten rund um die Uhr; Busse und Bahnen verlieren großen Teil der Einnahmen; Schiff mit Infizierten in Hafen in Florida eingelaufen

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Freitag geschehen ist.

    Lange Ausnahmesituation an Schulen erwartet

    Der Deutsche Lehrerverband rechnet wegen der Corona-Krise mit einer langen Ausnahmesituation für die Schulen. Verbandspräsident Meidinger sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe, die Schulen würden auf absehbare Zeit nicht mehr so sein wie vor Corona. Schulkonzerte, Ausflüge, Klassenfahrten – all das werde es erst einmal nicht mehr geben. Er sprach sich dafür aus, die Schulen nach Ostern langsam wieder zu öffnen, wenn es der Infektionsschutz zuließe. Anfangs für die Abschlussklassen und nach und nach für die anderen Klassenstufen. Den digitalen Unterricht lange fortzusetzen, hält Meidinger für riskant. Studien hätten gezeigt, dass digitaler Unterricht im Gegensatz zum Präsenzunterricht im Durchschnitt nur ein Viertel des Lernerfolgs bringt.

    S&P bestätigt Einstufung für USA

    Die Ratingagentur Standard & Poor's hat ihre bisherige Bewertung der US-Kreditwürdigkeit trotz der Belastungen durch die Corona-Krise bestätigt. Die Bonität werde weiterhin mit der zweitbesten Note AA+ bewertet, teilte S&P in der Nacht mit. Der Ausblick für das Rating sei unverändert stabil. Die Kreditwürdigkeit der Vereinigten Staaten werde zwar durch die hohe Staatsverschuldung und das Haushaltsdefizit eingeschränkt. Beides werde sich durch die wirtschaftlichen Belastungen wegen der Corona-Krise in diesem Jahr weiter verschlechtern, bevor über die kommenden drei Jahre eine moderate Verbesserung in Sicht sei.

    15.000 Soldaten ab heute einsatzbereit zur Amtshilfe

    Zur Bewältigung der Corona-Krise hält die Bundeswehr von heute an 15.000 Soldaten bereit zur Unterstützung von Ländern und Kommunen. Die Männer und Frauen seien dann unterschiedlich schnell – beispielsweise binnen 12 bis 72 Stunden – abmarschbereit, sagte ein Sprecher der Bundeswehr. Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer hatte die Bundeswehr auf einen langen Kriseneinsatz eingestellt. Allerdings leidet auch die Bundeswehr unter der Knappheit von Schutzausrüstung, es fehlen insbesondere Schutzmasken für Fachkräfte. Hilfsgesuche aus den Ländern seien deshalb immer eine schwierige Abwägung, weil das entsprechende Material und Personal dann in den eigenen Krankenhäusern fehlen, hieß es.

    Labore in Deutschland arbeiten rund um die Uhr

    Während der Corona-Epidemie arbeiten zumindest einige Labore in Deutschland rund um die Uhr, damit so viele Menschen wie möglich auf das Virus getestet werden können. An sieben Tagen der Woche werden 24 Stunden am Tag Proben auf Sars-CoV-2 hin überprüft, heißt es etwa aus Laboren in Köln und im sächsischen Plauen. Nach Angaben der Akkreditierten Labore in der Medizin werden bundesweit in 97 Laboren die entsprechenden Tests durchgeführt. Einer deutschlandweiten Laborabfrage des Robert-Koch-Instituts (RKI) zufolge testeten Mitte März sogar mehr als 170 Labore in der Bundesrepublik Abstriche auf Sars-CoV-2. Rund 300.000 Corona-Tests werden in den Laboren wöchentlich durchgeführt. Dem RKI zufolge waren es in der vergangenen Woche rund 350.000 Tests.

    Busse und Bahnen verlieren großen Teil der Einnahmen

    Die Kontaktbeschränkungen in der Corona-Krise setzen die Verkehrsunternehmen zunehmend unter Druck. Bei den Bartickets wie Einzelfahrscheinen und Monatskarten sind die Verkäufe um 70 bis 90 Prozent eingebrochen, teilte der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen der Deutschen Presse-Agentur mit. Sie machen sonst etwa die Hälfte aller Ticketeinnahmen aus. Es gebe 80 bis 90 Prozent weniger Fahrgäste, erklärte Hauptgeschäftsführer Oliver Wolff. Für viele Verkehrsunternehmen seien die wirtschaftlichen Folgen durch wegbrechende Fahrgeldeinnahmen schon jetzt verheerend. Es müsse dringend geklärt werden, wie der Verlust ausgeglichen werde.

    Schiff mit Infizierten in Hafen in Florida eingelaufen

    Die Odyssee des vom Coronavirus betroffenen Kreuzfahrtschiffes „Zaandam“ ist vorbei. Die „Zaandam“ und kurz danach auch das Schwesterschiff „Rotterdam“ legten im Hafen von Fort Lauderdale in Florida an. Die Passagiere sollten von der Stadt nahe Miami aus zum Großteil ausgeflogen werden. Einige Erkrankte sollten aber auch vor Ort medizinisch versorgt werden oder zur Quarantäne an Bord bleiben, teilte der Bürgermeister von Fort Lauderdale, Dean Trantalis, mit. Auf der „Zaandam“ waren mehrere Passagiere positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Reederei Holland America Line hatte am Montag mitgeteilt, vier Passagiere seien gestorben, andere seien in Lebensgefahr.

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