20:09 05 August 2020
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    Die ehemalige Außenministerin Karin Kneissl soll Medienberichten zufolge von ihrem Ehemann geschlagen worden sein. Später bestätigte die Frau diese Informationen gegenüber der russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti.

    Der Vorfall ereignete sich laut österreichischen Medien auf dem Bauernhof der ehemaligen Außenministerin im südlichen Niederösterreich. 

    Kneissl gab gegenüber der Polizei an, dass sie bei einem Streit ihrer drei Hunde dazwischen ging und dabei von einem Tier ins Bein gezwickt wurde. Danach geriet die Frau auch mit ihrem Ehemann in einen Konflikt, beschimpfte ihn dabei und trommelte ihm gegen den Oberkörper. Daraufhin soll Wolfgang Meilinger seiner Ehefrau zwei Ohrfeigen verpasst haben. 

    Die Polizei verhängte demnach ein Betretungs- und Annäherungsverbot und nahm dem Mann ein Gewehr ab. 

    Wolfgang Meilinger spricht Medien zufolge davon, dass er seine Ehefrau nicht geschlagen, sondern nur beruhigt habe. Sie sei in letzter Zeit wegen der Corona-Krise sehr angespannt.  

    Kneissl bestätigte gegenüber RIA Novosti den Vorfall. Sie zeigte aber Reue, dass die österreichischen Medien davon erfuhren hätten. Laut ihren Aussagen soll die OE24-Redaktion zu illegaler Nutzung von Personaldaten gegriffen haben.

    Nicht zum ersten Mal?

    Medien berichten unter anderem, dass es einen ähnlichen Vorfall auch im Jahre 2019 gegeben hätte. Damals soll Meilinger sie zu Boden gestoßen haben. Diesen Vorfall brachte Kneissl nicht zur Anzeige.

    Zunehmende häusliche Gewalt

    Zuvor hatte Dubravka Šimonović, UN- Sonderberichterstatterin zu Gewalt gegen Frauen, gewarnt, dass die zur Eindämmung der Corona-Pandemie weltweit verhängten Beschränkungen aller Art die Gefahr häuslicher Gewalt erhöhen würden.

    ak/sb/sna

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    Tags:
    Streit, Polizei, Anzeige, Mann, Karin Kneissl, Österreich