06:29 03 Dezember 2020
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    Ausnahmesituationen machen kreativ: Das YouTube-Video "From Berlin with love" sendet Liebesgrüße von Tänzern des Staatsballetts Berlin in die Welt. 45 in der heimischen Isolation befindliche Ensemblemitglieder und Gastsolisten haben sich per WhatsApp koordiniert und tanzen gemeinsam den „Trauermarsch“ - digital trainieren sie ohnehin.

    Die Theater, Bühnen und Tanzsäle sind geschlossen, doch Tänzer müssen und wollen sich bewegen, sich fit halten - nicht zuletzt, weil es schon bald wieder auf Bühnenparkett gehen kann.

    Digitales Training für zu Hause– auf „Tanzteppich“

    Damit die Tänzer des Staatsballetts Berlin in Form bleiben, finden täglich digitale Trainings-Einheiten statt. Ballettmeister Yannick Sempey leitet die morgendliche klassische „Exercise“, und zwei Mal wöchentlich ist zusätzlich zeitgenössisches Training möglich. Und da ein gewöhnlicher Fußboden zu rutschig für ein effektives Training sein kann, wurde den Compagniemitgliedern ein einmaliges Angebot gemacht: Jeder konnte sich ein Stück Tanzteppich, das auf 2 mal 1,5 Meter zugeschnitten wurde, von den Kollegen der Produktionsleitung nach Hause liefern lassen. Insgesamt nahmen dies knapp 70 Tänzer in Anspruch.

    „From Berlin with Love“ – Liebesgrüße vom Staatsballett Berlin

    In der heimischen Isolation entstand das YouTube-Video "From Berlin with love", in dem 45 Compagniemitglieder in ihren Wohnungen gemeinsam zum „Trauermarsch“ aus Beethovens 7. Sinfonie tanzen. Der Clip springt von einer individuellen Bewegungssequenz zur nächsten, die sich aber aufeinander beziehen, so dass sich ein überraschend stimmiges Gesamtergebnis ergibt.

    Initiiert und erstellt wurde das Video von der Ersten Solotänzerin Ksenia Ovsyanick: „Wir haben uns ausschließlich über Whatsapp abgestimmt. Alle teilten dort ihre Videos und die Ordnung ergab sich dadurch fast wie von selbst. Dopplungen konnte ich dann im Schnitt noch gut platzieren."

    Corona-Krise und mentale Stärkung: „Keep calm and breathe“

    Gemeinsam stark, auch in der Krise: Das „Health Department“, also die Abteilung für Gesundheitsberatung des Staatsballetts Berlin ist gerade jetzt sehr gefordert. Den Tänzern kommt zwar generell ganzheitliche Beratung und Unterstützung zu allen Fragen rund um die physischen und psychischen Herausforderungen ihres einzigartigen Berufs zuteil. Das reicht von Begleitung im Genesungsprozess nach Verletzungen über Ernährungsberatung bis hin zu Unterstützung in mentalen Stresssituationen.

    Doch die Corona-Krise ist eine ganz besondere Belastungsprobe, in der im Department auch ehemalige Tänzerinnen das Ballettensemble mit regelmäßigem „Input“, also Beratungen, versorgen. Nach dem Motto „Keep calm and breathe" (Ruhig bleiben und durchatmen) geht es dabei darum, mit welchen Techniken man sein mentales Gleichgewicht bewahren kann, so Pressestelle des Staatsballetts am Freitag. Darüber hinaus wird als Ergänzung zum Training einmal wöchentlich ein digitales Cardio-Training angeboten und es sind Gyrokinesis-Klassen geplant. 

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    Tags:
    Kultur, Kunst, YouTube, Staatsballett, Ballett