13:04 03 Juni 2020
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    Corona-Pandemie breitet sich weiter aus – alle Entwicklungen (520)
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    Nach der Desinfektion des medizinischen Zentrums von „Dragiša Mišović“ in Belgrad haben russische Militärärzte die Aufnahme von Patienten mit Corona-Verdacht begonnen. Dies erklärte am Dienstag Russlands Verteidigungsministerium.

    Die Patienten werden von zwei Brigaden der russischen Mediziner behandelt, die dafür zuvor den Verlauf des Arbeitsprozesses studiert und sich mit der diagnostischen Ausrüstung sowie der Spezifik der Arbeit ihrer serbischen Kollegen vertraut gemacht haben.

    Die Militärspezialisten nehmen bei den Patienten eine komplexe Diagnostik vor, wobei sie die Anamnese aufnehmen sowie die Behandlungstaktik auf Grundlage internationaler Standards zur Gewährleistung medizinischer Hilfe erarbeiten und anbieten. Aufgrund der hohen Erkranktenzahl und des hohen Beschäftigungsgrads im Krankenhaus schätze die serbische Seite die Hilfe der russischen Fachleute hoch.

    „Weitere fünf Brigaden aus Ärzten und Krankenschwestern wurden zur Bewertung der epidemiologischen Situation in die Städte Ćuprija, Novi Pazar, Čačak, Leskovac und Kragujevac geschickt. Sie beraten die serbischen Kollegen zu Fragen, die mit der Organisation der Quarantäne- und Desinfektionsmaßnahmen verbunden sind und tauschen ihre Erfahrung über die Behandlung von hochpathogenen Patienten aus“, so das russische Verteidigungsministerium.

    Darüber hinaus steht eine medizinische Brigade in Reserve, um auf Notänderungen der epidemiologischen Situation reagieren und den Zustand der russischen Militärs täglich kontrollieren zu können.

    Einheiten der ABC-Truppen und spezielle Sondertechnik führten demnach sanitäre Arbeiten in der Infektionsklinik Belgrad und dem klinischen Zentrum „Zemun“ durch, die im Kampf gegen das Coronavirus in der Hauptstadt an vorderster Front stehen. Hierher werden zur Erstdiagnostik die meisten Patienten gebracht, bei denen der Verdacht auf eine Infektion mit dem neuartigen Erreger besteht. Sie werden danach abhängig von der Schwere des Krankheitsverlaufs an andere Krankenhäuser verteilt.

    Eine weitere Spezialistengruppe desinfizierte das Krankenhaus in Valjevo. Innerhalb eines Tages wurden laut dem Ministerium mehr als 45.000 Quadratmeter Räumlichkeiten und 20.000 Quadratmeter der Krankenhausterritorien desinfiziert.

    Russische Hilfe für Serbien

    Zuvor hatte das russische Verteidigungsministerium bekanntgegeben, Moskau werde 87 Militärvirologen und -ärzte zur Hilfe bei der Bekämpfung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus nach Serbien verlegen. Unter anderem sollten Schutzmittel, Ausrüstung und 16 Militärfahrzeuge in das Balkanland geschickt werden, hieß es.

    Aleksandar Vucic und Wladimir Putin (Archivbild)
    © AP Photo / Sergei Chirikov
    Später am Samstag wurde berichtet, dass Transportflugzeuge Il-76 der russischen Luftwaffe russische Militärärzte und Virologen der ABC-Abwehrtruppen Russlands sowie entsprechende Ausrüstung nach Serbien befördert hätten.

    Coronavirus in Serbien

    Die Weltgesundheitsorganisation hatte am 11. März den Ausbruch des neuen Covid-19-Erregers als Pandemie eingestuft.

    In Serbien gibt es nach Angaben der Johns Hopkins University (Stand: 07. April) 2200 bestätigte Covid-19-Infizierungen. 58 Menschen sind an dem Erreger bereits gestorben.

    ak/ae

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    Desinfektion, Coronavirus, Patienten, Behandlung, Belgrad, Serbien, Russland