20:33 22 September 2020
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    Russland hat die neuen Bestechungsvorwürfe aus den USA um die Vergabe der Fußball-WM 2018 mit Nachdruck zurückgewiesen. Laut dem Kremlsprecher Dmitrij Peskow ist dieses Verfahren nach allen Regeln erfolgt.

    Der Kremlsprecher reagierte auf Vorwürfe aus den USA, dass Russland sich eine Stimme bei der WM-Vergabe für 2018 gekauft haben könnte. Ähnliche Anschuldigungen hatte Russland bereits in der Vergangenheit zurückgewiesen.

    „Russland hat absolut legal das Recht zur Durchführung der Weltmeisterschaft erhalten. Das ist in keiner Weise mit irgendwelchen Schmiergeldern verbunden gewesen, wir weisen das kategorisch zurück“, sagte Peskow am Dienstag der Agentur Interfax zufolge.

    Der frühere Chef des russischen WM-Organisationskomitees, Alexej Sorokin, betonte, dass Russland keine Funktionäre des Fußball-Weltverbandes FIFA gekauft habe. „Das ist nur eine Meinung von Juristen“, sagte er mit Blick auf eine Anklageschrift in den USA.

    „Wir haben immer wieder gesagt, dass unsere Bewerbung offen erfolgt ist.“ Russland habe stets auf alle Fragen der FIFA und der Medien geantwortet und entsprechende Dokumente übermittelt. „Wir werden nicht auf Versuche reagieren, einen Schatten auf unsere Bewerbung zu werfen“, sagte Sorokin der Agentur Interfax.

    „Ich weiß nicht, wie ich darauf reagieren soll. Irgendein Funktionär der FIFA sagt da, dass er ein Bestechungsgeld erhalten habe. Unsere Aufgabe war, ein Bewerbungsbuch einzureichen – und das haben wir getan“, so Sorokin.

    Anschuldigung gegen Russland

    Die US-Staatsanwaltschaft skizziert in der Anklageschrift so deutlich wie nie zuvor den angeblichen Betrug bei der Vergaben der WM 2018 an Russland und der WM 2022 an Katar. Laut der Anklage soll der mittlerweile lebenslang gesperrte Jack Warner für seine Stimme für Russland fünf Millionen US-Dollar Schmiergeld erhalten haben – gezahlt über zehn Offshore-Strohfirmen in mehr als zwei Dutzend Überweisungen.

    Der Name des nachweislich korrupten Ex-FIFA-Vizes aus Trinidad und Tobago tauchte auch im Skandal um die WM 2006 in Zusammenhang mit einem Vertragsentwurf auf. Dem Ex-Funktionär Rafael Salguero aus Guatemala soll laut der Anklage mindestens auch eine Million US-Dollar für seine Stimme an Russland geboten worden sein.

    mka/gs/dpa

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    Fußball-WM 2018