19:36 24 November 2020
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    Nachrichtenüberblick: EU-Verhandlungen zu Corona-Rettungspaket stocken, USA erhöhen Corona-Hilfen um 250 Milliarden US-Dollar, Twitter-Chef gründet Milliardenstiftung für bedingungsloses Grundeinkommen, Trump droht WHO mit Zahlungsstopp, Bürgermeister Müller bedauert Maskenstreit mit Washington: „Es tut mir leid“, Panda-Paarungsfreude in Hong Kong.

    Sputnik präsentiert Ihnen, was in der Nacht zum Mittwoch geschah.

    Eurogruppe: Verhandlungen über Corona-Rettungspaket stocken

    Bei den nächtlichen EU-Verhandlungen zu dem über 500 Milliarden Euro schweren Corona-Krisenpaket für Staaten, Unternehmen und Arbeitnehmer zeichnet sich kein schneller Durchbruch ab. Aus Verhandlungskreisen der Eurogruppe hieß es, die Arbeiten an einem Kompromiss würden fortgesetzt, doch werde dies Zeit in Anspruch nehmen. Hintergrund ist der Streit über die gemeinsame europäische Schuldenaufnahme für Corona-Bonds. So beharren Frankreich, Italien und Spanien etwa darauf, gemeinsame EU-Schuldtitel für Wiederaufbauprogramme nach der Pandemie ins Auge zu fassen. Deutschland und die Niederlande lehnen dies ab. 

    USA wollen Corona-Hilfen um 250 Milliarden Dollar aufstocken

    Washington will seine geplanten Hilfen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in der Coronakrise deutlich über die bislang vorgesehene Kreditsumme von 350 Milliarden US-Dollar hinaus um weitere 250 Milliarden aufstocken. Finanzminister Steve Mnuchin twitterte, er habe mit Republikanern und Demokraten im Kongress über die zusätzlichen Finanzmittel beraten, Kleinunternehmer müssten an das Geld kommen, das sie zum Überleben benötigten. Senat und Repräsentantenhaus kündigten Unterstützung an, auch Präsident Trump hat seine Bereitschaft zu Gesprächen über weitere Kredite in Aussicht gestellt.

    Bedingungsloses Grundeinkommen und Pandemie-Hilfe: Dorsey stiftet Milliarden-Paket

    Twitter-Chef Jack Dorsey will 28 Prozent seines Privatvermögens in einen Hilfe-Fonds stecken und eigene Aktien im Wert von einer Milliarde US-Dollar stiften: Bei den Mitteln handelt es sich um Anteile an dem von ihm gegründeten Bezahldienst „Square“. Die Initiative des Software-Entwicklers soll sich zunächst auf die Bewältigung der Corona-Pandemie konzentrieren. Danach würde sich der Fokus des Fonds auf „Gesundheit und Bildung von Mädchen“ und ein bedingungsloses Grundeinkommen verlagern. 

    Donald Trump droht WHO mit Finanzierungs-Stopp

    US-Präsident Trump hat bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus gedroht, die US-Beiträge für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) einzustellen: „Ich sage nicht, dass wir es tun werden, wir werden (...) die Beendigung der Finanzierung prüfen.“ Trump hatte der WHO vorgeworfen, es in der Coronavirus-Pandemie „wirklich vermasselt“ zu haben: Die Organisation habe in ihrer Reaktion auf die Ausbreitung des Corona-Virus eine „fehlerhafte Empfehlung“ abgegeben, auch sei davon abgeraten worden, die Grenzen für Reisende aus China zu schließen. Trump betonte, dass die USA den „größten Anteil“ zum Budget leisteten, die WHO aber zu „China-zentriert“ sei. Trump selbst habe seinerzeit mit einem frühen Einreisestopp instinktiv das Richtige getan, lobte sich der Staatsmann.

    Berlins Bürgermeister sagt im Schutzmaskenstreit: „Es tut mir leid“

    Im Streit um eine Lieferung von 200.000 Schutzmasken, die von Bangkok statt nach Berlin wohl in die USA ging, schlägt Berlins Bürgermeister Michael Müller (SPD) nun gemäßigtere Töne an. „Da ist eine Schärfe reingekommen durch die Stellungnahmen von Herrn Geisel und mir, die bedauere ich. Es tut mir leid“, es habe „eine große Anspannung geherrscht“. Innensenator Andreas Geisel (SPD) hatte zuvor mitgeteilt, die für die Berliner Polizei bestimmten Masken auf Betreiben der USA „konfisziert“ worden seien, und sprach von einem „Akt moderner Piraterie“. Auch Müller hatte die USA scharf kritisiert: „Das Handeln des US-Präsidenten ist alles andere als solidarisch und verantwortungsvoll. Es ist unmenschlich und inakzeptabel.“ Die US-Botschaft in Berlin nahm „die Entschuldigung (...) zur Kenntnis“.

    Die Libido in Zeiten der Pandemie: Hong Kongs Panda-Paar hatte Lust

    Zwei im Ocean Park Hong Kong lebende Riesenpandas haben sich gepaart. Die beiden sollen in 13 Jahren Zusammenlebens nie so recht in Wallung geraten sein, doch nun sei es geschehen: Der Fortpflanzungsakt auf natürlichem Wege, auf den seit neun Jahren vom Zoo-Team hingearbeitet worden war, ist freudig verkündet und auch mit Fotoaufnahmen belegt worden. Sie zeigen das Paar in inniger Umklammerung. Womöglich mag ihnen die Parkschließung im Januar bekommen und die Pandemie ein förderliches Mehr an Privatsphäre beschert haben: Seit Ende März spiele Ying Ying mehr im Wasser, während Le Le Duftmarkierungen in seinem Panda-Revier hinterlasse und nach Ying Yings Duft suche, was typisches, aber ohnehin rares saisonales Paarungsverhalten sei bei insbesondere in Gefangenschaft, aber auch in freier Wildbahn eher sexuell zurückhaltenden Tieren. Ob die Paarung erfolgreich war, würde allerdings frühestens im Juni bemerkbar werden, so der Zoo.


    ba/dpa

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