12:18 31 Oktober 2020
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    Feuerwehrleute in der Ukraine kämpfen nach wie vor gegen die Waldbrände um das havarierte Atomkraftwerk Tschernobyl an. Dies berichten ukrainische Medien unter Berufung auf Behördenangaben.

    An den Löscharbeiten beteiligen sich demnach 366 Menschen und 88 Fahrzeuge, darunter auch drei Flugzeuge An-32P und drei Helikopter, die innerhalb der letzten 24 Stunden bereits 370 Tonnen Wasser abgeworfen haben.

    In dem radioaktiv belasteten Gebiet brennen Gras, Gestrüpp und Waldboden. Die Grenzwerte für radioaktive Strahlung wurden laut Behörden in den besiedelten Gebieten in der Nähe der Flammen nicht überschritten.

    Jedoch sprechen die Medien von einer akuten Lage: Mindestens zwölf ehemalige Dörfer brannten ab. Das Feuer näherte sich demnach unmittelbar dem Atomkraftwerk.

    Im Netz tauchen zahlreiche Aufnahmen auf, die zeigen, wie Feuerwehrleute gegen das Feuer kämpfen und wie schrecklich die Folgen sind.

    Auf einem Video sind einsame Pferde nach dem Brand zu sehen:

    Waldbrände bei Tschernobyl

    Am 4. April war es in der ukrainischen Sperrzone um das ehemalige Atomkraftwerk Tschernobyl zu einem Waldbrand auf etwa 20 Hektar gekommen.

    Während der Ermittlungen zu vermeintlicher Brandstiftung war eine verdächtige Person ins Visier der Polizei geraten. Der Mann wurde bereits identifiziert und festgenommen. Er soll Laub und trockenes Gras angezündet haben.

    Tschernobyl-Katastrophe 1986

    Am 26. April 1986 explodierte im Atomkraftwerk Tschernobyl in der damaligen Sowjetunion der Reaktor 4. Das Dach des Gebäudes wurde zerstört und Tonnen hochradioaktiver Trümmer kilometerweit verstreut. Der unmittelbaren Explosion fielen 31 Menschen zum Opfer. Tausende Menschen kämpfen bis heute mit den Spätfolgen der Katastrophe – wie beispielsweise die so genannten Liquidatoren, die anfangs mit bloßen Händen radioaktive Trümmer wegräumten – und zum anderen Einwohner der früheren Stadt Prypjat, in der zum Zeitpunkt des Super-GAU mehr als 40.000 Menschen lebten, darunter fast ein Viertel Kinder. Sie mussten damals innerhalb weniger Stunden die Stadt verlassen.

    ak/ae

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    Tags:
    Löscharbeiten, Feuerwehr, Waldbrände, Tschernobyl