16:29 18 September 2020
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    Die Blumen- und Pflanzenproduzenten in den Niederlanden mussten 400 Millionen Blumen, darunter 140 Millionen Tulpen aufgrund der geringeren Nachfrage wegen der Coronavirus-Pandemie schreddern. Darüber schreibt die Zeitung „New York Times“.  

    „Dieses Virus hat uns mitten im Tulpenverkauf getroffen. Vier Wochen sind vergangen, und der Umsatz ist immer noch um 50 Prozent niedriger als im Vorjahr“, so Fred van Tol, Verkaufsmanager bei FloraHolland. In einem normalen Jahr verkauft FloraHolland, die größte Vereinigung von Blumen- und Pflanzenproduzenten der Niederlande, um die zwölf Milliarden Blumen und Pflanzen. Doch nun ist alles anders: Rund 400 Millionen Blumen, darunter 140 Millionen Tulpen, wurden im vergangenen Monat bereits vernichtet, so die Schätzungen von Fred van Tol. Auch die  Blumenhändler erlitten große finanzielle Verluste.

    Kurzfristig absagen kann man die Tulpenernte nicht: Die Zwiebeln werden bereits im Vorjahr gesetzt, später ins Gewächshaus umgepflanzt, um im Frühjahr in voller Blüte zu stehen. Jetzt aber werden sie geschreddert und landen als Kompost in Biogasanlagen.

    Auch im bekannten Blumenpark Keukenhof im Westen der Niederlande sind rund sieben Millionen Tulpenzwiebeln schon gesetzt –  die Nachricht, dass die Attraktion wegen der Pandemie geschlossen bleiben wird, war nicht nur für die Betreiber selbst ein Schock. Die Verluste werden nach vorläufigen Berechnungen etwa 25 Millionen US-Dollar betragen.

    „In dem Moment, in dem du weißt, dass du nicht öffnen kannst, musst du auch 1300 Saisonarbeitskräften mitteilen, dass du keinen Job für sie haben wirst“, sagte der Direktor des Parks, Bart Siemerink, dem Radiosender Radio West. Nur 25 Gärtner würden sich weiterhin um den Park kümmern.

    „Die Natur hält sich nicht an die Regeln. Wir haben in den Niederlanden eine hervorragende Blüte, und jetzt sieht der Park wirklich wunderschön aus. Wir tun unser Bestes, um dies Menschen zu zeigen, die gezwungen sind, zu Hause zu bleiben“, so Siemerink.

    Besucher, die nun nicht kommen dürfen, können die Blüte trotzdem miterleben - im Internet. Auf der Webseite des Blumenparks veröffentlichen die Betreiber regelmäßig Videos und Fotos.

    sm/gs
     

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    Tags:
    Coronavirus, Niederlande, Tulpen