06:09 21 September 2020
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    Im von einer gefährlichen Ebola-Epidemie geplagten Ost-Kongo haben bewaffnete Milizen in der Nacht zu Ostermontag mindestens 22 Zivilisten getötet. Es sollen auch Menschen verschleppt worden sein. Der Überfall ereignete sich nach Angaben der Zivilgesellschaft in zwei Orten der östlichen Ituri-Provinz.

    Die Angreifer richteten demnach zunächst in dem Dorf Ndoki-Koli 20 Menschen mit Macheten hin, bevor sie in einem Nachbarort zwei weitere Bewohner töteten. „Mehrere weitere wurden verletzt, andere von den Milizen verschleppt, die auch noch 100 Ziegen mitnahmen“, erklärte der Vorsitzende der örtlichen Zivilgesellschaft des afrikanischen Staates, Charité Banza.

    Ein weiterer Angriff richtete sich gegen ein nordwestlich der Stadt Bunia gelegenes Dorf, wo Soldaten jedoch die Angreifer nach erbittertem Widerstand der Bewohner vertreiben konnten.

    Der Osten Kongos ist seit Jahren instabil. Etliche bewaffnete Gruppen sind dort aktiv, den meisten geht es um die Kontrolle wertvoller Bodenschätze.

    mka/gs/dpa

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    Tags:
    Massaker, Kongo