12:30 06 Juli 2020
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    Corona-Pandemie breitet sich weiter aus – alle Entwicklungen (527)
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    Die Behörden der an Russland grenzenden chinesischen Provinz Heilongjiang wollen die Bevölkerung dazu animieren, sich aktiv an der Verhinderung von Grenzverletzungen zu beteiligen. Nach Informationen des russischen Generalkonsulats in Harbin ist dafür eine landesweite Kampagne geplant.

    Das russische Generalkonsulat in Harbin teilte gegenüber Sputnik mit, über die Medien von einer Belohnung für Meldungen gesetzwidriger Grenzüberschreitungen erfahren zu haben sowie davon, dass dafür eine spezielle Hotline eingerichtet worden sei. Nach Informationen der russischen Vertretung steht der Schritt, die Ortsbevölkerung in die Verhinderung von Grenzverletzungen einzubeziehen, nicht mit konkreten Vorfällen in Zusammenhang – er erfolge im Rahmen einer landesweiten Kampagne zur Verschärfung des Grenzschutzes, hieß es in der Mitteilung.

    Am Vortag habe die chinesische Migrationsbehörde Maßnahmen zur Verstärkung der Grenzkontrollen angesichts der sich verschlechternden epidemiologischen Lage in den Nachbarländern angekündigt. Die Maßnahmen würden unter anderem Aufklärungsaktivitäten gegenüber der Ortsbevölkerung vorsehen, die dazu motiviert werden soll, illegale Grenzüberschreitungen zu melden.

    3000 Yuan Belohnung

    Zuvor hatten lokale Medien berichtet, dass die Behörden der Provinz Heilongjiangang, die die Einreise von Corona-Infizierten nach China verhindern wollten, den Ortsbewohnern eine Belohnung im Wert von 3000 Yuan (umgerechnet 389 Euro) für Informationen über illegale Überquerungen der chinesischen Grenze versprochen haben.

    Ob derartige Vorfälle bereits entdeckt worden waren, wurde nicht angegeben. Die Provinz Heilongjiang grenzt an Russland; die Gesamtlänge der Grenze beträgt mehr als 3000 Kilometer.

    Zuvor hatte das russische Generalkonsulat in Harbin bekanntgegeben, dass alle oberirdischen Grenzübergänge an der russisch-chinesischen Grenze für den Passagierverkehr nach wie vor geschlossen seien.

    Schließung von russisch-chinesischer Grenze

    Nachdem der Flugverkehr zwischen Russland und China gestoppt worden war, hatten in den zurückliegenden Wochen viele chinesische Bürger versucht, aus Russland über Grenzübergänge im Fernen Osten in ihr Heimatland zurückzukehren. Daraufhin beschlossen die chinesischen Behörden, den Passagierkorridor am Grenzübergang Pogranitschny – Suifenhe ab 7. April vorübergehend zu sperren. Ab 9. April wurde auch der Passagierverkehr über den Grenzübergang an der russisch-chinesischen Grenze Mandschurei – Sabaikalsk vorübergehend eingestellt.

    asch/ae

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    Tags:
    Grenzverletzung, Coronavirus, Covid-19, Belohnung, Grenze, Russland, China