15:31 07 Juli 2020
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    Der Brand in der Sperrzone von Tschernobyl ist eingedämmt worden. Laut dem Chef des staatlichen Dienstes der Ukraine für Notfallsituationen, Nikolai Tschetschjotkin, muss nun allerdings noch einige Tage gegen die Glut angekämpft werden.

    Zehn Tage lang konnte man das Feuer auf dem Territorium der Sperrzone von Tschernobyl nicht löschen.

    „Der staatliche Dienst der Ukraine für Notfallsituationen benötigt noch einige Tage, um die Glut zu löschen, die sich nach dem Brand in der Sperrzone des Atomkraftwerkes von Tschernobyl und rund herum befindet“, hieß es vom Pressdienst des ukrainischen Präsidenten.

    Derzeit gebe es in der Sperrzone keinen Brand. Demnach sei am vergangenen Abend wegen Windstürmen eine Verschlimmerung der Waldbrände eingetreten. Es sei schwer gewesen, das Feuer unter Kontrolle zu bekommen. Aus diesem Grund sei eine große Zahl an Technik und Spezialisten zum Löscheinsatz geschickt worden. Hilfreich waren laut der Mitteilung auch Regenfälle.

    „Die Feuerfliegerkräfte haben gestern insgesamt 227 Flüge unternommen, dabei wurden 500 Tonnen Wasser genutzt. Die Strahlung ist in Ordnung und erhöht sich nicht.“

    Neben dem Löschen der Flammen auf dem Territorium der Sperrzone konnten demnach die Rettungskräfte eine Ausbreitung des Feuers auf ein Militärlager, auf die Atomvermüllungsanlage „Vektor“, auf die dezentrale Elektrostation des Atomkraftwerkes von Tschenrobyl und ein Lager mit Atomabfällen verhindern.

    Waldbrände in Tschernobyl

    Am 4. April war es in der ukrainischen Sperrzone um das ehemalige Atomkraftwerk Tschernobyl zu einem Waldbrand gekommen, der etwa 20 Hektar umfasste.

    Während der Ermittlungen zu vermeintlicher Brandstiftung war eine verdächtige Person ins Visier der Polizei geraten. Der Mann wurde bereits identifiziert und festgenommen. Er soll Laub und trockenes Gras angezündet haben.

    Tschernobyl-Katastrophe 1986

    Am 26. April 1986 explodierte im Atomkraftwerk Tschernobyl in der damaligen Sowjetunion der Reaktor 4. Das Dach des Gebäudes wurde zerstört und Tonnen hochradioaktiver Trümmer kilometerweit verstreut. Der unmittelbaren Explosion fielen 31 Menschen zum Opfer. Tausende Menschen kämpfen bis heute mit den Spätfolgen der Katastrophe – wie beispielsweise die so genannten Liquidatoren, die anfangs mit bloßen Händen radioaktive Trümmer wegräumten – und zum anderen Einwohner der früheren Stadt Prypjat, in der zum Zeitpunkt des Super-GAU mehr als 40.000 Menschen lebten, darunter fast ein Viertel Kinder. Sie mussten damals innerhalb weniger Stunden die Stadt verlassen.

    ak/ae

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    Tags:
    Regenfälle, Nikolai Tschetschotkin, Waldbrände, Tschernobyl, Ukraine