03:41 21 Oktober 2020
SNA Radio
    Panorama
    Zum Kurzlink
    11505
    Abonnieren

    Obwohl Russland den Start seiner Mondmissionen verschoben hat, will die Europäische Weltraumorganisation (ESA) ihre Zusammenarbeit mit Russland bei der Mondforschung fortsetzen. Das gab der Generaldirektor der Forschungs- und Produktionsvereinigung „Lawotschkin“, Wladimir Kolmykow, am Dienstag gegenüber Sputnik bekannt.

    „Europäische Entwickler und Produzenten haben nicht die Absicht bekundet, die Kooperation im Rahmen des Mondprogramms einzustellen“, sagte Kolmykow. 

    Russische Mondmissionen

    Russland und Europa wirken im Rahmen von drei Missionen zur Mondforschung zusammen. Die erste davon, die den Start der russischen Raumsonde Luna-25 vorsieht, ist für 2021 geplant. 

    Für die Landung der Sonde sind zwei Gebiete auf der Mondoberfläche ausgewählt worden. Ersteres liegt nördlich des Kraters Boguslawsky, im Krater Manzinus befindet sich das Reservegebiet. Bei einer erfolgreichen Mission von Luna-25 wird die Raumsonde in einem der genannten Gebiete innerhalb einer Ellipse von 15 bis 30 Kilometern niedergehen.

    Die Raumsonde soll die Bodenbeschaffenheit und Bodenzusammensetzung sowie die polare Exosphäre des Planeten untersuchen. Bislang ist noch kein Raumapparat im Polargebiet des Erdtrabanten niedergegangen.

    Laut früheren Berichten soll Russland im Jahr 2024 eine Raumsonde mit der Bezeichnung Luna-26 und 2025 eine schwere Landekapsel mit dem Namen Luna-27 zum Erdsatelliten starten. Im Rahmen der Missionen Luna-26 und Luna-27 sollen die Oberfläche des Erdtrabanten untersucht und Gesteinsproben entnommen werden.

    Zuvor hatte Russland den Start dieser Missionen mehrmals verschoben. So hätte Luna-25 noch im Jahr 2014 stattfinden sollen.  

    Die Europäische Weltraumorganisation sowie Raumfahrtagenturen und Forschungsinstitute europäischer Länder produzieren für diese Mondmissionen Forschungsapparaturen, technische Geräte und gewährleisten eine technische Bodenunterstützung.

    Produktionsvereinigung „Lawotschkin“

    Die Forschungs- und Produktionsvereinigung „Lawotschkin“, die der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos angehört, ist für die Arbeiten zur Entwicklung von Apparaten für künftige Mondmissionen zuständig.   

    In den Jahren 1970 bis 1976 hatten die sowjetischen Mondsonden Luna-16, Luna-20 und Luna-24 bereits insgesamt 326 Gramm Mondgestein zur Erde gebracht.

    ns/ae/sna

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Manuela Schwesig fordert bei Nord Stream 2 die Grünen heraus: „Sie haben behauptet, dieses Gas...“
    USA erweitern Sanktionen gegen Nord Stream 2
    Reisen nur noch mit Anmeldung? – Spahn-Ministerium plant strengere Auflagen
    Alleine gegen 15 Länder – Sachsen-Anhalt wehrt sich gegen neue Rundfunkgebühren
    Tags:
    Erde, Wladimir Kolmykow, Forschung, Mond, ESA, Russland