02:48 14 Juli 2020
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    Corona-Pandemie breitet sich weiter aus – alle Entwicklungen (527)
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    Ein Gerichtsmediziner in Thailand soll sich durch einen Toten mit dem Coronavirus infiziert haben und an den Folgen von Covid-19 gestorben sein. Dies geht aus einer Studie hervor, die im „Journal of Forensic and Legal Medicine“ veröffentlicht wurde. 

    „Es ist der erste Bericht über eine Covid-19-Infektion und einen damit einhergehenden Tod unter dem medizinischen Personal in einer gerichtsmedizinischen Abteilung“, so die Forscher Won Sriwijitalai vom RVT Medical Center in Bangkok und Viroj Wiwanitkit von der Hainan Medical University in China. 
    „Das in Operationssälen verwendete Desinfektionsverfahren könnte auch in pathologischen / forensischen Einheiten angewendet werden“.

    Wie viele Leichen möglicherweise ansteckend sind, können die beiden Autoren der Studie nicht genau sagen, weil dazu keine Daten vorliegen würden.

    Dieser Übertragungsweg ist neu, denn bislang hielten es Forscher für fast ausgeschlossen, sich durch Leichen mit dem Erreger anzustecken. Das thailändische Gesundheitsamt behauptete noch am 25. März, dass Menschen, die an den Folgen von Covid-19 verstorben sind, das Virus nicht mehr in sich tragen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO erklärte daraufhin: „Bis heute gibt es keine Hinweise darauf, dass sich Personen durch den Kontakt mit den Leichen von Personen, die an Covid-19 gestorben sind, infiziert haben“.

    Es sei bisher auch unklar wie lange das Coronavirus in Leichen überleben könne und wie lange damit eine Infektionsgefahr herrsche.

    sm/gs

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    Coronavirus, Thailand, Ansteckung