01:49 14 Juli 2020
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    Infolge der Corona-Krise mangelt es in Syrien an Beatmungsgeräten. Wegen der von westlichen Ländern verhängten Sanktionen kann nötige Ausrüstung nicht geliefert werden. Das folgt aus einer Erklärung der Chefs des russischen und des syrischen Koordinierungsstabs zur Rückkehr von Flüchtlingen nach Syrien, Michail Misinzew und Hussein Makhlouf.

    „Trotz der unternommenen Anstrengungen sind die Möglichkeiten der Behörden zur Befunderstellung und um Coronavirus-Infizierten Hilfe zu leisten sehr beschränkt: Täglich werden im Land etwa 100 Tests durchgeführt. Syrische medizinische Einrichtungen verfügen lediglich über 25.000 Betten. Zudem gibt es einen bedenklichen Mangel an Beatmungsgeräten“, heißt es.

    Die Kampfhandlungen hätten das syrische Gesundheitssystem stark getroffen und seine Wiederherstellung sei nur mit Unterstützung aus dem Ausland möglich. Aufgrund der westlichen Sanktionen sei die Lieferung nötiger Medikamente und medizinischer Ausrüstung nicht möglich.   

    Lage im Flüchtlingslager Rukban

    „Besondere Besorgnis ruft die sanitär-epidemiologische Lage im Flüchtlingslager Rukban hervor, das in der von US-Militärs kontrollierten Zone Al-Tanf liegt“, wurde betont.

    Wie Flüchtlinge aus der Zone Al-Tanf berichteten, seien Sanitätsstellen auf dem Gelände des Flüchtlingslagers geschlossen. Es fehle an Medikamenten und Ärzten. Niemand könne medizinische Hilfe erweisen. Im Falle eines Ausbruchs der Epidemie, hätten die zurückgebliebenen Bewohner praktisch keine Überlebenschancen, heißt es im Dokument.

    Coronavirus in Syrien

    Bisher sind in 185 Ländern nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität 1,9 Millionen nachgewiesene Coronavirus-Fälle gemeldet worden. 127.590 Menschen sind an dem Erreger gestorben. In Syrien wurden demnach 29 bestätigte Coronavirus-Fälle registriert, zwei davon endeten tödlich.

    ns/ae/sna 

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    Tags:
    Ausrüstungen, Medikamente, Epidemie, Angaben der Johns-Hopkins-Universität, Russland, Beatmungsgerät, Syrien