13:24 09 Juli 2020
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    Ein brasilianischer TV-Moderator hat seinen Job verloren, nachdem er während einer TV-Sendung vorgeschlagen hatte, Corona-Patienten in Konzentrationslagern unterzubringen.

    Nach Angaben der brasilianischen Tageszeitung „Correio Braziliense“ äußerte der Journalist Marcão do Povo seine Meinung in einer Liveübertragung des brasilianischen SBT-Senders. Dabei betonte er, dass Brasilien sich ein Beispiel an China nehmen und spezielle Einrichtungen für Corona-Patienten schaffen solle.

    „Es wäre doch sinnvoll für die Armee, Konzentrationslager zu schaffen, wo die Menschen mit Symptomen untergebracht und dann professionell behandelt werden“, sagte do Povo.

    Die Aussage richtete sich laut der „Correio Braziliense“ an den Präsidenten des Landes, Jair Bolsonaro.

    Der Sender SBT erklärte demnach nach empörten Reaktionen der Zuschauer, dass der Journalist entlassen worden sei, und entschuldigte sich für seine Äußerungen. Do Povo selbst brachte daraufhin seine Entschuldigung via Instagram vor.

    Marcão do Povo begann 2017 bei SBT zu arbeiten. Er wechselte zu diesem Sender, nachdem er wegen Rassismus aus einem anderen Job entlassen worden war.

    Weltweit haben sich laut Angaben der Johns-Hopkins-Universität mehr als zwei Millionen Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Über 146.000 Menschen sind gestorben.

    In Brasilien zählt man momentan 30.891 Corona-Infizierte. Davon sind 1.952 Patienten gestorben.

    ac/mt

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    Tags:
    Infizierte, Coronavirus, Konzentrationslager, Sendung, TV-Moderator, Brasilien