05:40 20 Oktober 2020
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    2011 flog das letzte Mal ein US-Shuttle mit der „Atlantis“ zur ISS. Seit der Zeit waren die USA in Bezug auf Beförderung von Astronauten zur ISS auf Russland angewiesen. Doch nun soll sich dies ändern – die Premiere ist für Ende Mai vorgesehen.

    Seit neun Jahren will die US-Raumfahrtbehörde Nasa wieder Astronauten von den Vereinigten Staaten aus zur Raumstation schicken. Die Nasa-Astronauten Robert Behnken und Douglas Hurley sollen demnach am 27. Mai mit einem „CrewDragon“ von SpaceX – dem privaten Raumfahrtunternehmen – mit einer Rakete „Falcon 9“ von Cape Canaveral aus starten. Dies teilte der Nasa-Chef Jim Bridenstine via Twitter mit.

    Erstmals seit 2011

    Erstmals seit 2011, befördert von SpaceX, werden Astronauten von den USA aus zu der internationalen Raumstation fliegen. SpaceX hat bislang nur Fracht zur ISS befördert. Die Nasa hatte ihr eigenes Shuttle ausgemustert – aus Kostengründen. Im Juli 2011 war die „Atlantis“ zum letzten Mal in den Weltraum gestartet, und seitdem ist die Nasa darauf angewiesen, dass ihre Astronauten in russischen Sojus-Kapseln mitgenommen werden, um die ISS zu erreichen. Dies sorgte bereits seit langem für Unzufriedenheit in den USA – aus finanziellen wie auch aus geopolitischen Gründen.

    Nach Ansicht der Nasa sei die bevorstehende Mission der „letzte Flugtest“ von SpaceX. Es sei noch nicht bekannt, wie lange die Astronauten Behnken und Hurley an Bord der ISS bleiben werden.

    Betrieb der ISS läuft weiter

    Für die Zahl der Zuschauer auf dem Weltraumbahnhof im US-Bundesstaat Florida werde es aufgrund der Corona-Epidemie Beschränkungen geben. Doch der Betrieb der ISS läuft weiter, während die Arbeit in der Krise von der Nasa eingeschränkt wurde.

    Am Freitag waren drei Raumfahrer – die US-Astronauten Jessika Meir und Andrew Morgan sowie der Russe Oleg Skripotschka – nach ihrem monatelangen Aufenthalt auf der ISS in einer Sojus-Kapsel in der kasachischen Steppe wieder sicher gelandet.

    Auf der ISS sind nun drei weitere Astronauten im Einsatz – der Amerikaner Christopher Cassidy und die Russen Anatoli Iwanischin und Iwan Wagner.

    Nasa will bemannte Raumfahrt wiederaufnehmen

    2014 hatte die Nasa angekündigt, wieder selbst die bemannte Raumfahrt aufzunehmen. Damals war das Jahr 2017 als Startziel gesetzt worden. Neben SpaceX wurde auch Boeing damit beauftragt, Transporter für Astronauten zu entwickeln.

    Der von der Boeing geschaffene „Starliner“ hatte es jedoch beim ersten Versuch nicht bis zur ISS geschafft. Daher soll der unbemannte Test zunächst wiederholt werden.

    ek/mt/dpa

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    Boeing, Florida, Weltraumbahnhof, Start, Sojus, SpaceX, NASA