04:56 27 Oktober 2020
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    Im überfüllten Registrierlager Vial auf der griechischen Insel Chios ist die Polizei in der Nacht zum Sonntag laut Medien mit Tränengas gegen rebellierende Migranten vorgegangen. Zuvor war eine Frau nach einer Infektion gestorben. Das Krankenhaus der Insel dementierte Gerüchte, wonach die 47-Jährige Opfer einer Coronavirus-Infektion geworden sei.

    Nach lokalen Medienberichten haben überwiegend junge Campbewohner Steine auf die Polizei geschleudert, Feuer in einer Kantine und in einigen Zelten gelegt und Autos beschädigt. Sie warfen den Behörden vor, sich nicht ausreichend um die gestorbene Frau gekümmert zu haben. Nach Angaben des Staatssenders der Region Nordägäis hat sich die Lage am Sonntagmorgen beruhigt.

    In den überfüllten Migrantencamps auf den ostägäischen Inseln kommt es immer wieder zu Ausschreitungen. Die konservative Regierung Griechenlands hat im ersten Quartal 2020 mehr als 10.000 Migranten zum Festland gebracht. Weitere 2380 ältere und kranke Menschen sollen in den kommenden Wochen folgen. Zurzeit halten sich mehr als 39.000 Migranten auf den Inseln Lesbos, Chios, Samos, Leros und Kos auf. Noch im April 2019 waren es nur 14.000 gewesen.

    ls/mt/dpa

     

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    Tags:
    Polizei, Griechenland