16:42 05 August 2020
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    Dank einer gewagten Operation beim Strum auf Berlin 1945 ist es dem legendären sowjetischen Nachrichtendienst „Smersch“ gelungen, wertwolle Dokumente der „Abwehr“, des Militägeheimdienstes der Deutschen Wehrmacht, zu beschlagnahmen.

    Der „Smersch“ hatte damals vor der wichtigen Aufgabe gestanden, in den Besitz der Archive der deutschen Staats- und Parteiorgane sowie der Geheimdienste zu kommen.

    Die Beschlagnahme des Archivs der „Abwehr“ sei ein großer Erfolg gewesen, berichtete der leitende Forscher am Institut für Militärgeschichtsforschung der Akademie des Generalstabs der russischen Streitkräfte, Alexander Sdanowitsch, gegenüber der Agentur RIA Novosti am Sonntag. Die Offiziere der „Smersch“-Abteilung als Teil der 2. Weißrussischen Front hätten sich damals besonders ausgezeichnet.  

    Ihm zufolge befand sich am Stadtrand von Berlin, im Bezirk Zehlendorf, eine der zentralen Einrichtungen der „Abwehr“ , die als landwirtschaftliches Institut getarnt war. Und um das Personal und die Dokumente dieses Zentrums zu ergreifen, wurde beschlossen, eine Landeoperation durchzuführen. Damit sollte die Möglichkeit der Evakuierung der „Abwehr“-Mitarbeiter in den Westen Deutschlands ausgeschlossen werden.

    An der Operation unter Führung einer Sondereinsatzgruppe der „Smersch“-Mitarbeiter hatten auch eine Panzerkompanie und ein motorisiertes Schützenbataillon teilgenommen.

    „Mit der Feuerunterstützung der Einheiten unserer Armee durchbrachen die Fallschirmjäger die deutsche Verteidigungslinie, und nachdem sie mehr als zehn Kilometer zurückgelegt hatten, besetzten sie in einem Zuge das landwirtschaftliche Institut. Dabei gab es fast keinen Widerstand - da waren nur die Wachleute, die das Auftauchen der Landetruppe völlig überrascht hatte. Und die Angestellten vom Zentrum der 'Abwehr' schliefen in Erwartung der Evakuierung. Damals wurden mehr als hundert 'Abwehr'-Mitararbeiter gefangen genommen, darunter auch Russen“, berichtete Sdanowitsch.

    Tagsüber hatte die Landetruppe erneute Angriffe der deutschen Soldaten abwehren müssen, die versuchten, das Geheimdienstzentrum zu befreien.

    „Alle haben die Angriffe der Deutschen heldenhaft abgewehrt. Am nächsten Morgen brachen unsere Truppen durch und lösten die Blockade der Landetruppe. Infolgedessen konnten die beschlagnahmten äußerst wertvollen Dokumente bewahrt werden“, so der Historiker weiter.

    „Tod den Spionen“

    Am 19. April 1943 wurde der sowjetische militärische Nachrichtendienst „Smersch“ („Smert schpionam“ – dt. „Tod den Spionen“) gegründet, der als bester Nachrichtendienst aus der Zeit des Großen Vaterländischen Kriegs gilt. Er leistete einen enormen Beitrag zum Sieg über Nazi-Deutschland.

    Dank der Einrichtung des „Smersch“-Dienstes wurde in der Sowjetunion unter Kriegsbedingungen ein strikt funktionierendes Spionageabwehr-System entwickelt.

    pd/sb/sna

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    Tags:
    Nazi-Deutschland, Geschichte, Abwehr, Smersch, Zweiter Weltkrieg