05:44 27 Oktober 2020
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    Tausende Weißrussen sind am Ostersonntag in den Kirchen zusammengekommen und haben damit den Aufruf der Gesundheitsbehörden zur Selbst-Isolation ignoriert.

    Die Priester planten, am Osterwochenende Gottesdienste in leeren Kirchen abzuhalten, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Allerdings gingen ihre Pläne nicht in Erfüllung, als Tausende Bürger am Sonntag in die Kirchen strömten.

    „Die Traditionen unserer Eltern, unserer Väter und Großväter müssen wir einhalten. Ich denke, dass wir heute kein Sakrileg begangen haben. Ich glaube, dass Gott uns beschützen wird“, sagte Sergej aus der weißrussischen Hauptstadt Minsk.

    Lukaschenko sieht Pandemie als „Massenpsychose“

    Weißrussland ist eines der wenigen Länder, das wegen der Corona-Pandemie weder Sperrmaßnahmen einführte noch seine Grenzen dicht machte. Dabei verspotten die staatlichen Medien Ängste über das neue Coronavirus, während der Präsident Lukaschenko diese als „Massenpsychose“ bezeichnet.

    Am Sonntag sagte er, dass die Strategie der Behörden seiner Meinung nach richtig sei.

    „Sie kennen meine Position: Wir überleben solche Krankheiten jedes Jahr“, betonte er.

    Das weißrussische Gesundheitsministerium teilte am Sonntag mit, dass bisher 47 Menschen an dem Coronavirus gestorben seien. Dabei betrage die Zahl der Ansteckungsfälle im Lande 4.779 Menschen.

    ac/mt/rtr

     

     

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    Tags:
    Alexander Lukaschenko, Weißrussland, Gottesdienst, Pandemie, Coronavirus, Russisch-orthodoxe Kirche, Ostern