15:57 30 Oktober 2020
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    In einem Gefängnis im Tschad sind 44 inhaftierte Kämpfer der Terrormiliz Boko Haram tot aufgefunden worden.

    Wie der Staatsanwalt Youssof Tom mitteilte, hätten die Gefangenen Gift zu sich genommen, was aus der Autopsie hervorgehe. Die Terroristen seien bereits am Donnerstag und Freitag gestorben.

    Die Männer wurden bei einem Militäreinsatz festgenommen, den der tschadische Präsident Idriss Deby medienwirksam selbst geleitet hatte. Dabei wurden nach Armeeangaben etwa 1000 Boko-Haram-Kämpfer getötet und Dutzende lebend überwältigt. Der Antiterror-Einsatz war die Reaktion auf einen Angriff von Boko Haram, bei dem im März mindestens 98 Soldaten der Armee von Tschad ums Leben gekommen waren.

    Die Terrormiliz Boko Haram hat sich dem Islamischen Staat (IS) angeschlossen und unterdrückt seit Jahren die Bevölkerung von Nigeria und Kamerun, indem sie ständige Überfälle ausübt. Dabei ist das Ziel der Extremisten eine strenge Auslegung des islamischen Rechts, der Scharia.

    Seit 2009 wurden mehr als 20.000 Menschen bei den von Boko Haram verübten Anschlägen getötet. Rund 2,5 Millionen Menschen sind wegen der Gewalt auf der Flucht.

    ac/mt/dpa

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    Terrormiliz, Militäreinsatz, Gefängnis, Tod, Kämpfer, Boko Haram, Tschad