15:58 29 November 2020
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    Corona-Pandemie breitet sich weiter aus – alle Entwicklungen (536)
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    Der ehemalige georgische Präsident Michail Saakaschwili hat den einheimischen Behörden einen Deal zur Verschiebung seiner Strafverfolgung angeboten. Im Gegenzug will er internationale Finanzhilfe gewährleisten, die seiner Ansicht nach für Georgien bei der Bewältigung der Corona-Krise unentbehrlich sein könnte.

    Falls die georgischen Behörden ihm einen zeitweiligen offiziellen Status eines Vertreters der Staatsführung einräumen und die Behandlung der gegen ihn eingeleiteten Strafverfahren auf den kommenden Herbst verschieben würden, werde er rund 5,5 Milliarden US-Dollar von ausländischen Partnern ins Land bringen, um die durch das Coronavirus verursachten Schäden an der Wirtschaft zu beheben, sagte Saakaschwili gegenüber dem TV-Sender „Mtawari Archi“.

    Er zeigte sich bereit, Unterstützung in allen europäischen Ländern zu beantragen, und betonte, er kenne fast alle derzeitigen Regierungs- und Staatschefs sowie viele ranghohe Beamte in internationalen Finanzorganisationen.

    Die bestehende Corona-Krise könne Georgien in Armut treiben und Hunger im Land auslösen, so Saakaschwili. Nur ausländische Hilfe könne die georgische Wirtschaft retten, und er sei bereit, diese Hilfe zu gewährleisten.

    Zuvor hatte der Ex-Präsident seine Hilfe bei der Rückkehr der in Europa festsitzenden Georgier angeboten. Daraufhin teilten die georgischen Behörden mit, die Anzahl der durchzuführenden Flüge sei ausreichend, damit alle georgischen Staatsbürger heimkehren können. Wer zur Bekämpfung des Coronavirus beitragen möchte, könne einer entsprechenden Stiftung eine Spende zukommen lassen, hieß es.

    Gegen Saakaschwili waren in Georgien mehrere Strafverfahren eingeleitet worden. Er hatte sein Heimatland, wo nach ihm gefahndet wird, unmittelbar nach der Amtseinführung des neuen Präsidenten Giorgi Margwelaschwili im Jahr 2013 verlassen.

    Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation infizierten sich weltweit mehr als 2,24 Millionen Menschen mit dem neuartigen Coronavirus. 152.000 Infizierte sind gestorben. In Georgien gibt es fast 400 Infizierungen und vier Corona-Tote.

    asch/ae/sna

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    Verschiebung, Strafverfahren, Finanzhilfen, Finanzhilfe, Micheil Saakaschwili, Michail Saakaschwili, Covid-19, Krise, Coronavirus, Georgien