03:50 30 November 2020
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    Nachrichtenüberblick: Grüne fordern gemeinsame Linie beim Maskenschutz; Koalition plant nächstes Anti-Corona-Gesetzespaket; Trump will Einwanderung in die USA zeitweise aussetzen; Spurensuche nach Blutbad in Kanada; Kim Jong Un möglicherweise schwer krank; Online-Kampagne für Ausstieg aus dem Tierversuch

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Dienstag geschehen ist.

    Grüne fordern gemeinsame Linie beim Maskenschutz

    Zur Eindämmung des Coronavirus setzen immer mehr Bundesländer auf eine Maskenpflicht beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr. Mehrere Landesregierungen wollen dies heute besiegeln oder darüber beraten. Eine bundesweit einheitliche Linie gibt es bislang nicht.

    Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten hatten sich vergangene Woche nur darauf verständigt, das Tragen von Alltagsmasken in Bussen und Bahnen sowie im Einzelhandel dringend zu empfehlen. Die Grünen fordern nun eine klare, gemeinsame Linie von Bund und Ländern, wie Parteichefin Annalena Baerbock der DPA sagte. Sie halte ein Gebot für einen Mund-Nasenschutz im öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen in Geschäften für richtig, sagte Baerbock. Es müsse klar sein, da, wo man, wie im ÖPNV, direkt auf Menschen treffe, muss ein Mund-Nasenschutz getragen werden.

    Koalition plant nächstes Anti-Corona-Gesetzespaket

    Die große Koalition plant zur Bewältigung der Corona-Krise ein weiteres umfangreiches Gesetzespaket im Gesundheitsbereich. Dabei geht es unter anderem um eine massive Ausweitung von Coronavirus-Tests auch unter Mithilfe von Tierärzten, um schärfere Meldepflichten bei Verdachts- und Krankheitsfällen sowie Laborbefunden und um den Schutz von privat Krankenversicherten, die in der aktuellen Krise in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Der Entwurf der Fraktionen von Union und SPD liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

    Trump will Einwanderung in die USA zeitweise aussetzen

    US-Präsident Donald Trump will jegliche Einwanderung in die Vereinigten Staaten zeitweise aussetzen. Er werde einen dahingehenden Erlass unterzeichnen, schrieb er auf Twitter. Als Begründung führte Trump mit Blick auf die Coronavirus-Pandemie den Angriff des unsichtbaren Feindes an sowie die Notwendigkeit, die Jobs seiner amerikanischen Staatsbürger zu schützen.

    Spurensuche nach Blutbad in Kanada

    Nach der schlimmsten Gewalttat in der Geschichte Kanadas mit 19 Toten geht die Spurensuche in der ländlichen Provinz Nova Scotia an der Atlantikküste weiter. Dabei könne sich die offizielle Opferzahl des mutmaßlichen Amoklaufs eines 51-jährigen Tatverdächtigen noch erhöhen, hieß es von der Polizei. Der zuständige Ermittler Chris Leather sagte, dass 16 Tatorte auf der Halbinsel untersucht würden, zudem seien fünf Feuer gelegt worden. Es könne sein, dass in niedergebrannten Häusern noch weitere Tote gefunden werden. Achtzehn Getötete sowie der tote Amokläufer waren am Montag bestätigt, Leather sprach bei einer Pressekonferenz allerdings auch davon, dass es mehr als 19 Tote gebe. Unter den Opfern ist auch eine Polizistin mit 23 Dienstjahren. Der 51-jährige mutmaßliche Täter war am Sonntagmittag nach einer zwölfstündigen Verfolgungsjagd an einer Tankstelle in dem Ort Enfield von der Polizei gestellt und getötet worden.

    Kim Jong Un möglicherweise schwer krank

    Südkorea hat mit Vorsicht auf Berichte reagiert, wonach sich der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un nach einer Operation in kritischem Zustand befindet. Es könne nicht bestätigt werden, dass es Anzeichen für ernste Probleme mit der Gesundheit Kims gebe, teilte das Präsidialamt in Seoul heute mit. Auch gebe es keine Hinweise auf ungewöhnliche Aktivitäten in Nordkorea. Der US-Nachrichtensender CNN berichtete unter Berufung auf einen Regierungsbeamten, es gebe geheimdienstliche Hinweise, dass Kim nach einer Operation in ernsthafter Gefahr sei. Auch die auf Nachrichten aus Nordkorea spezialisierte Internetzeitung „Daily NK“ in Südkorea meldete, Kim habe sich einer Operation unterziehen müssen. Nach einem Eingriff am 12. April am Herzen sei er nach wie vor in Behandlung.

    Online-Kampagne für Ausstieg aus dem Tierversuch

    Trotz Corona-Krise wollen Tierschützer am Tag des Versuchstiers für einen Ausstieg aus dem Tierversuch werben. Ein Bündnis aus 15 Vereinen will am Donnerstag mit einer Reihe von Online-Vorträgen seine Kampagne vorstellen. Ziel ist es, sachlich und fundiert die Öffentlichkeit darüber zu informieren, dass ein Ausstieg aus dem Tierversuch nötig und möglich ist, erklärte die Sprecherin von Ärzte gegen Tierversuche, Gaby Neumann. Wissenschaftler betonen dagegen, dass trotz der Suche nach Alternativen verantwortungsbewusste Tierversuche für die medizinische Forschung unverzichtbar seien, auch im Kampf gegen das Coronavirus. Das sei weltweiter Konsens in Forschung und Gesetzgebung, sagte der Sprecher der Initiative Tierversuche verstehen, der Göttinger Neurowissenschaftler und Biologe Stefan Treue.

    mk/dpa/ae

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    Tags:
    Covid-19, Coronavirus, Koalition, Mundschutzmasken, Deutschland, Die Grünen