14:58 29 November 2020
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    Die Lage im ukrainischen Gebiet Schitomir sowie in der Sperrzone von Tschernobyl, die von Waldbränden geplagt werden, verbessert sich nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde in Kiew allmählich.

    Die Boden- und die Satellitenüberwachung hätten am Mittwochnachmittag keine offenen Feuerherde entdeckt, teilte der Abteilungschef der Katastrophenschutzbehörde, Wladimir Demtschuk, mit.

    Allerdings gebe es noch drei Schwelbrände in der Sperrzone. Die Feuerwehrkräfte hätten ihre Hauptbemühungen auf den Brand in der Nähe des Dorfes Burjakowka konzentriert, der die größte Gefahr darstelle.

    Dort werde unter anderem Militärtechnik der Ingenieurtruppen der ukrainischen Armee eingesetzt, da die Wälder dort nur schwer zu durchdringen seien und die Feuerwehr den Brandherd nicht operativ erreichen könne.

    Um die Grenze der Brandflächen zu erreichen und eine Ausbreitung des Brandes zu verhindern, wurden in den zurückliegenden 24 Stunden in diesem Einsatzgebiet 125 Kilometer Schneisen geschlagen, so Demtschuk. „Der Prozess ist leider langwierig und schwierig“, gab er zu bedenken.

    Auch im Gebiet Schitomir würden einzelne Schwelbrände gelöscht. An den Löscharbeiten würden mehr als 1300 Rettungskräfte und rund 200 Feuerwehrfahrzeuge, darunter auch ein Lösch- und Rettungszug, eingesetzt.

    Waldbrände in Tschernobyl-Sperrzone

    Am 4. April war es im Sperrgebiet von Tschernobyl zu einem Brand gekommen. Ursprünglich hatte die Brandfläche 20 Hektar betragen, später vergrößerte sie sich auf 35 Hektar.

    Am 14. April gab die ukrainische Katastrophenschutzbehörde bekannt, der Brand sei lokalisiert worden und solle im Laufe von nur wenigen Tagen gelöscht werden. Allerdings erschwerte starker Wind die Löscharbeiten und führte zu einer Ausweitung der Feuerfläche.

    Dank den Bemühungen der Feuerwehr erreichten die Flammen weder das Atomkraftwerk Tschernobyl noch Atommülllager. Der Gehalt radioaktiver Nuklide in der Luft über der Sperrzone sowie den anliegenden Gebieten lag innerhalb der maximal zulässigen Konzentration.

    Im benachbarten Gebiet Schitomir griffen am 16. April die Waldbrände auf Dörfer über. Dabei brannten 38 Wohnhäuser ab. Etwa 50 Menschen mussten nach Angaben des Gebietsgouverneurs Vitali Bunetschko evakuiert werden. Derzeit sollen alle vier Schwelbrände im Gebiet Schitomir lokalisiert worden sein. 

    Nach Angaben der Rettungskräfte und der Polizei sind die Brände auf den schneearmen Winter und die trockene Waldstreu zurückzuführen. Zudem wurden zwei Personen festgenommen, die verdächtigt werden, an den Bränden in der Tschernobyl-Zone beteiligt gewesen zu sein.

    asch/ae

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    Löscharbeiten, Löscheinsatz, Löschen, Brand, Waldbrand, Sperrgebiet, Sperrzone, Atomkraftwerk Tschernobyl, Tschernobyl, Ukraine, Ukraine