23:02 06 Juli 2020
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    Der Videokonferenzdienst Zoom gewinnt in der Corona-Krise trotz Negativschlagzeilen rund um Datenschutz und Sicherheit neue Nutzer. Dies teilte die amerikanische Firma am Donnerstag mit.

    Demnach kommt der Dienst täglich auf 300 Millionen User. Erst im März war die Marke von 200 Millionen Nutzern pro Tag geknackt worden - nach nur zehn Millionen im Dezember vergangenen Jahres.

    Dabei werden immer mehr kritische Stimmen laut, die sich wegen Sicherheitslücken gegen Zoom aussprechen. Reuters zufolge erteilte der Autokonzern Daimler dem Dienst für den geschäftlichen Gebrauch eine Absage.

    Sicherheitsprobleme

    Zoom war ursprünglich auf den Einsatz in Unternehmen ausgerichtet. In der Corona-Krise hob der Dienst die Beschränkungen für Gratis-Nutzung auf und wurde damit auch zu einer beliebten Plattform für Lernstunden, Gottesdienste sowie für die Kommunikation in Familien.

    Jedoch fanden IT-Sicherheitsexperten diverse Schwachstellen in der Software. Außerdem gibt es Probleme mit „Zoombombing“ zu beklagen – dabei platzen Fremde in Videokonferenzen hinein, deren ID-Nummer öffentlich geworden ist. Das Unternehmen steuert unter anderem mit der Empfehlung, Konferenzen mit Passwörtern zu schützen, dagegen.

    In einer Nachbesserung sei zudem die Verschlüsselung gestärkt worden, teilte Zoom mit. Die Firma stellte nach der Kritik für drei Monate die Entwicklung neuer Funktionen zurück, um sich auf die Lösung der angeprangerten Probleme zu konzentrieren.

    ak/ae/dpa/rtr

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