18:58 25 September 2020
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    Die Anwälte des Wikileaks-Gründers Julian Assange werden laut Medien versuchen, die Auslieferungsanhörungen zu verschieben, da aufgrund der Coronavirus-Pandemie der Zugang zum Klienten vollständig ausstehe. Dies ist einer Erklärung der Kampagne gegen die Auslieferung von Assange zu entnehmen.

    "Infolge der Coronavirus-Krise wurde ihr bereits eingeschränkter Zugang auf ein unannehmbar niedriges Niveau reduziert", heißt es in dem Dokument.

    Assanges Story

    Assange, der 2010 in Schweden wegen sexueller Belästigung und Vergewaltigung angeklagt wurde, versteckte sich seit Juni 2012 in der ecuadorianischen Botschaft in London aus Angst vor einer Auslieferung an das skandinavische Land. Am Morgen des 11. April 2019 wurde er auf Ersuchen der Vereinigten Staaten festgenommen. Das Gericht in London befand ihn wegen Verstoßes gegen die Kautionsbedingungen für schuldig und verurteilte ihn zu 11 Monaten Gefängnis. Die Anhörungen über eine Auslieferung begannen am 2. Mai vorigen Jahres. Bald darauf gaben die US-Behörden bekannt, dass sie Assange wegen 17 Episoden eines Verstoßes gegen das Spionagegesetz und der Offenlegung von Geheiminformation angeklagt hätten. Bei der Auslieferung an die Vereinigten Staaten drohe Assange eine Freiheitsstrafe von bis zu 175 Jahren.

    ek/mt/sna

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    Tags:
    Pandemie, Coronavirus, Verschiebung, Schweden, Anhörungen, Auslieferung, Julian Assange