13:34 09 Juli 2020
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    Der Klimaexperte Mojib Latif vom Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung (Kiel) warnt vor einer Dürregefahr in Deutschland in diesem Jahr. Wie er der Rhein-Neckar-Zeitung (Samstag) sagte, seien die letzten beiden Jahre außergewöhnlich trocken gewesen. „Die Böden brauchen nun Regen. Ihre Wasserspeicher sind nur zum Teil wieder aufgefüllt worden.“

    Der Landwirtschaft drohe eine Missernte, fügte der Klimaforscher hinzu. Seiner Meinung nach hätten die Bauern aber noch Hoffnung. „Wenn es in den kommenden zwei bis drei Wochen kräftig regnet, kann dies den trockenen April ausgleichen.“

    Laut dem Deutschen Wetterdienst ist in der kommenden Woche ein bisschen Regen in Sicht. Die Wassermengen werden aber wohl nicht ausreichen, die vergangenen trockenen Wochen auszugleichen. Am kommenden Mittwoch will der Deutsche Wetterdienst seine vorläufige Wetterbilanz für den laufenden Monat veröffentlichen.

    Der Experte führte weiter aus, dass man nach drei Jahren Trockenheit nicht mit Sicherheit von einem Klimawandel sprechen könne. Aber es deute alles auf den Klimawandel hin, wenn man die Trockenheit, die Durchschnittstemperaturen und die Niederschläge betrachtet.

    Nach Berechnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) fielen vom 14. März 2020 bis zum 18. April 2020 verbreitet weniger als zehn Liter pro Quadratmeter Niederschlag. Zugleich sorgten an vielen Tagen Sonnenschein, sehr trockene Luft und zeitweise auch frischer bis starker Wind für hohe Verdunstungsraten von sechs Liter pro Quadratmeter. Der Wasserbedarf der Pflanzen war in diesem Zeitraum also deutlich höher als die Niederschlagsmenge und musste aus dem im Boden gespeicherten Wasser gedeckt werden.

    ls/mt/sna

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    Deutscher Wetterdienst DWD, Deutschland