00:52 15 Juli 2020
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    Hunderttausende weißrussische Bürger haben trotz Kritik an einem zu lockeren Umgang mit der Corona-Krise an einem freiwilligen Arbeitseinsatz teilgenommen.

    Nach Angaben des Vize-Regierungschefs von Belarus, Wladimir Kucharjow, hätten am Samstag mehr als 2,3 Millionen Bürger in der frischen Luft Bäume gepflanzt und Parks aufgeräumt. Am sogenannten Subbotnik, der seit Sowjetzeiten als ein traditioneller Arbeitseinsatz gilt, war auch der Staatschef Alexander Lukaschenko beteiligt. Er half auf einem Landstrich mit, wo Kiefern gepflanzt werden sollten.

    Zuvor waren Tausende Weißrussen am Ostersonntag in den Kirchen zusammengekommen und hatten damit den Aufruf der Gesundheitsbehörden zur Selbst-Isolation ignoriert.

    Lukaschenko sieht Pandemie als „Massenpsychose“

    Weißrussland ist eines der wenigen Länder, das wegen der Corona-Pandemie weder Sperrmaßnahmen einführte noch seine Grenzen dicht machte. Dabei verspotten die staatlichen Medien Ängste über das neue Coronavirus, während der Präsident Lukaschenko diese als „Massenpsychose“ bezeichnet.

    Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko beim Hockey-Spiel in Minsk am 4. April 2020
    © REUTERS / BelTA / Handout / Andrey Pokumeiko

    Er hatte auch mehrmals mitgeteilt, dass er die Strategie der Behörden für absolut richtig halte.

    Nach neusten Angaben der Johns-Hopkins-Universität sind in der Ex-Sowjetrepublik 9.590 Ansteckungsfälle registriert worden. Davon sind bisher 67 Patienten an Coronavirus gestorben.

    ac/mt/dpa

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    Tags:
    Alexander Lukaschenko, Weißrussland, Pandemie, Coronavirus