17:59 26 November 2020
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    Nachrichtenüberblick: Italien lockert seine Corona-Sperren schrittweise; Globale Militärausgaben auf Höchststand; Bill Gates lobt Merkel in der Corona-Krise - und kritisiert Trump; Sparer setzten zu Beginn der Pandemie auf Bargeld - Studie; Bundesregierung rechnet mit 6,3 Prozent Minus bei Wirtschaftsleistung

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Montag geschehen ist.

    Conte: Italien lockert die Corona-Beschränkungen

    Italien lockert ab dem 4. Mai eine Reihe von Corona-Beschränkungen und erlaubt den Bürgern zum Beispiel wieder mehr Sport im Freien und mehr Bewegungsmöglichkeiten in der eigenen Region. Das kündigte Ministerpräsident Giuseppe Conte am Sonntagabend in Rom bei der Vorstellung eines Gesamtplans zur schrittweisen Öffnung des Landes an.

    Der Regierungschef sagte am Sonntag, dass im Mai Bewegungen innerhalb der eigenen Region unter Einhaltung von bestimmten Regeln möglich sein sollen. Fahrten in andere Regionen blieben zunächst weitgehend untersagt. Conte mahnte die Bürger, dass der Kampf gegen das Virus noch lange nicht geschafft sei. „Wir werden auch in den nächsten Monaten noch auf eine harte Probe gestellt“, sagte er.

    „Sipri“: Fast zwei Billionen Dollar weltweit fließen ins Militär

    Die Staaten der Erde haben im vergangenen Jahr fast zwei Billionen Dollar in ihre Militärapparate gesteckt. Weltweit wurden 2019 insgesamt schätzungsweise 1,917 Billionen Dollar (1,77 Billionen Euro) und damit 3,6 Prozent mehr als im Vorjahr für das Militär ausgegeben, wie aus einem am Montag veröffentlichten Bericht des Stockholmer Friedensforschungsinstitut „Sipri“ hervorgeht. Das entsprach 2,2 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsproduktes und schätzungsweise 249 Dollar (230 Euro) pro Erdbürger.

    Die Friedensforscher gehen angesichts der Corona-Krise davon aus, dass damit vorerst ein Höchststand bei den weltweiten Militärausgaben erreicht ist.

    Bill Gates lobt Merkel in der Corona-Krise - und kritisiert Trump

    Der Microsoft-Gründer und Philanthrop Bill Gates hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für ihre Anstrengungen in der Corona-Krise gelobt. Merkel versuche, „eine Führungsfigur und eine klare Stimme“ in Deutschland zu sein, sagte Gates der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ am Montag. Zugleich forciere sie globale Anstrengungen mit Ländern wie Frankreich. Ganz anders beurteilte Gates die amerikanische Regierung, der er schwere Versäumnisse im Umgang mit der Corona-Krise vorwarf. „Gerade in den Vereinigten Staaten hatte das Testen nicht die nötige Priorität“, bemängelte Gates. Er kritisierte zudem, dass die Regierung von US-Präsident Donald Trump keine klaren Anweisungen bei der Frage der Lockerungen von Einschränkungen im öffentlichen Leben gebe.

    Studie: Sparer setzten zu Beginn der Pandemie auf Bargeld

    Die Menschen haben einer Studie zufolge zu Beginn der Corona-Krise in Deutschland mehr Bargeld gehortet. Der Bargeldumlauf im Euroraum stieg im März um fast 100 Milliarden Euro oder acht Prozent, geht aus einer Analyse des Beratungsunternehmens „Barkow Consulting“ im Auftrag der „Direktbank ING Deutschland“ hervor. Verglichen mit der Entwicklung in den Vormonaten Januar und Februar lasse sich ein „Corona-Sondereffekt“ von etwa 30 Milliarden Euro ausweisen. Davon entfielen etwa 20 Prozent beziehungsweise sechs Milliarden Euro auf Privathaushalte in Deutschland.

    Auch die Bundesbank hatte zu Beginn der Krise zunächst einen Anstieg der Nachfrage nach Scheinen und Münzen festgestellt. Anschließend seien die Volumina aber wieder deutlich zurückgegangen.

    Der Analyse zufolge saßen die Menschen in Deutschland Ende 2019 auf insgesamt 253 Milliarden Euro Bargeld. Das waren 32 Milliarden oder 15 Prozent mehr als im Vorjahr. Durchschnittlich entspreche das mehr als 3000 Euro für jeden Bundesbürger.

    Bundesregierung rechnet mit 6,3 Prozent Minus bei Wirtschaftsleistung

    Die große Koalition rechnet wegen der Corona-Pandemie laut einem Medienbericht in diesem Jahr mit dem größten Einbruch des Wirtschaftswachstums seit Gründung der Bundesrepublik. In der Frühjahrsprognose, die am Mittwoch vorgestellt werden soll, gehe die Bundesregierung davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2020 um 6,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr schrumpfen wird, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ am Montag. 2021 soll es dann wieder bergauf gehen. Die Verluste könnten aber nicht komplett aufgeholt werden.

    Dem Bericht zufolge soll der tiefste Punkt des Einbruchs bereits erreicht sein. Die Gutachter gehen laut „Süddeutsche Zeitung“ davon aus, dass sich das Wirtschaftswachstum im Mai auf niedrigem Niveau stabilisiert und im zweiten Halbjahr deutlich anzieht.

    Trotz eines riesigen Rettungspakets werden größere Pleitewellen und drei Millionen Arbeitslose erwartet. Auch die Steuereinnahmen dürften deutlich zurückgehen: Bislang rechnet die Regierung mit einem Steuerminus von rund 82 Milliarden Euro - und maximal 356 Milliarden Euro an neuen Schulden.

    pal/sb/dpa

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    Tags:
    deutsche Bundesregierung, Bundesregierung, Wirtschaftskrise, Militär, Stockholmer Friedensforschungsinstitut (SIPRI), Bargeldlosigkeit, Bargeld, Nacht, Giuseppe Conte, Italien, Bill Gates, Merkeldeutschland, Merkel-Plan, Angela Merkel