04:28 25 November 2020
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    Nachrichtenüberblick: Verlängerung der Reisewarnung; Libyens General Haftar erklärt UN-Abkommen für hinfällig; Untersuchung gegen Bolsonaro; Trump rechnet mit spektakulärer Erholung der US-Wirtschaft; 50.000 Insolvenzen im Einzelhandel; Spahn fordert, Zahl der Intensivbetten zu verringern

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze was in der Nacht zum Dienstag geschehen ist.

    Verlängerung der Reisewarnung

    Außenminister Heiko Maas hat angedeutet, dass seine Mitte März ausgesprochene Reisewarnung verlängert werden könnte. Die Reisewarnung, die es gibt, gehe bis zum Sonntag dieser Woche, sagte der SPD-Politiker in einer Spezialausgabe des ZDF-Magazins „Wiso“. Er gehe davon aus, dass es in den Wochen darauf zunächst einmal keinerlei Hinweise gibt, diese Reisewarnung aufzuheben. Die Hoffnungen auf einen normalen Sommerurlaub für die Deutschen dämpfte der Bundesaußenminister erneut. Er sehe keine Verbesserung in den nächsten Wochen.

    Libyens General Haftar erklärt UN-Abkommen für hinfällig

    Der libysche General Chalifa Haftar will ein vor mehreren Jahren erzieltes UN-Abkommen in dem Bürgerkriegsland nicht länger anerkennen. Die Ende 2015 von den Vereinten Nationen vermittelte Vereinbarung über eine Machtaufteilung habe das Land zerstört und sei eine Sache der Vergangenheit, sagte Haftar in einer Fernsehansprache. In Libyen herrscht seit dem Sturz des Langzeitmachthabers Muammar al-Gaddafi 2011 politisches Chaos. Eine internationale Libyenkonferenz im Januar dieses Jahres in Berlin konnte das Blutvergießen nicht beenden.

    Untersuchung gegen Bolsonaro

    Wegen des Verdachts politischer Einflussnahme auf die Bundespolizei hat das Oberste Bundesgericht Brasiliens die Eröffnung eines Verfahrens gegen Präsident Jair Bolsonaro genehmigt. Damit wurde einem Antrag des Generalstaatsanwalts vom vergangenen Freitag stattgegeben, wie aus einer Erklärung des Obersten Gerichts hervorgeht. Zuvor hatte der ehemalige brasilianische Justizminister Sergio Moro Bolsonaro schwere Vorwürfe gemacht und war am Freitag von seinem Posten zurückgetreten.

    Trump rechnet mit spektakulärer Erholung der US-Wirtschaft

    Trotz verheerender Schäden durch die Corona-Krise rechnet US-Präsident Donald Trump mit einer rasanten Erholung der Wirtschaft in den USA noch in diesem Jahr. Das dritte, vor allem aber das vierte Quartal würden mit Blick auf das Bruttoinlandsprodukt spektakulär, kündigte Trump bei einer Pressekonferenz im Rosengarten des Weißen Hauses an. Auch das kommende Jahr werde phänomenal. Trump drängte erneut auf eine baldige Wiedereröffnung der Wirtschaft in den Vereinigten Staaten - die schnell, aber sicher erfolgen müsse.

    50.000 Insolvenzen im Einzelhandel

    Der deutsche Einzelhandel erwartet wegen der Corona-Krise bis zu 50.000 Insolvenzen. Während der vierwöchigen Schließungen von Geschäften aus dem Non Food-Bereich habe die Branche bereits rund 30 Milliarden Euro Umsatz verloren, der auch nicht wiederzubekommen sei, sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland, Stefan Genth, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Dies seien rund eine Milliarde Euro täglich gewesen. Die Zahl von 50.000 Insolvenzen erwartet der HDE deshalb, weil das Eigenkapital vieler Unternehmen vor allem angesichts hoher Mietforderungen nicht ausreiche. Besonders institutionelle Vermieter seien oft nicht zu Stundungen der Miete bereit oder verlangten Stundungszinsen von fünf bis neun Prozent, kritisierte Genth.

    Spahn fordert, Zahl der Intensivbetten zu verringern

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die Länder aufgefordert, die Zahl der Intensivbetten herunterzufahren, die in den Krankenhäusern für Covid-19-Patienten reserviert sind. Die Entwicklung bei den Neuinfektionen lasse es zu, ab Mai einen Teil der Krankenhauskapazitäten auch wieder für planbare Operationen zu nutzen, heißt es nach Informationen des Redaktionsnetzwerkes Deutschland heute in einem Konzept, das Spahn an seine Länderkollegen verschickt hat.

    mk/dpa/ae

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    Tags:
    Uno, USA, Handel, Libyen, Reisewarnung, Deutschland