22:04 02 Juli 2020
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    Nachrichtenüberblick: Verlängerung der Reisewarnung; Palmer rudert zurück; Fast jeder Zweite lehnt Grenzöffnungen für Sommerurlaub ab; Fortsetzung der US-Fleischproduktion von Trump angeordnet; Mehrere Männer stechen in Hanau auf Passanten ein; Corona-Krise reißt Airbus in die roten Zahlen

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Mittwoch geschehen ist.

    Reisewarnung bis Mitte Juni

    Die Bundesregierung will die weltweite Reisewarnung wegen der Corona-Pandemie bis Mitte Juni verlängern.

    Das berichtet der „Spiegel“ unter Berufung auf einen entsprechenden Beschlussvorschlag, den das Auswärtige Amt kurz vor der Kabinettssitzung unter den Bundesministerien abgestimmt habe. Demnach heiße es in der Beschlussvorlage, die bisher gültige Reisewarnung gelte „bis auf Weiteres“, mindestens aber bis Mitte Juni. 

    Palmer rudert zurück

    Der Tübinger Oberbürgermeister, Boris Palmer, hat für seine Äußerungen zur Politik in Zeiten des Coronavirus scharfe Kritik ausgelöst. Er hatte gesagt: „Ich sag’ es Ihnen mal ganz brutal: Wir retten in Deutschland möglicherweise Menschen, die in einem halben Jahr sowieso tot wären – aufgrund ihres Alters und ihrer Vorerkrankungen.“ Er forderte auch, dass sich Risikopatienten selbst stärker zurückzögen. Die baden-württembergischen Grünen-Chefs Sandra Detzer und Oliver Hildenbrand erklärten, Palmer spreche nicht für die Grünen. Am Abend ruderte Palmer dann zurück. „Niemals „würde ich älteren oder kranken Menschen das Recht zu leben absprechen“, erklärte er. Falls er sich „da missverständlich oder forsch ausgedrückt“ habe, tue es ihm leid.

    Fast jeder Zweite lehnt Grenzöffnungen für Sommerurlaub ab

    Fast jeder zweite Deutsche lehnt eine Öffnung der Grenzen für den Sommerurlaub im europäischen Ausland ab. Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sind 48 Prozent dafür, die wegen der Corona-Pandemie erlassene Ausreisesperre für Touristen auch im Sommer aufrecht zu erhalten. 20 Prozent sind für eine Öffnung der Grenzen zu einzelnen Ländern. Nur 13 Prozent plädieren dafür, schon im Sommer den Reiseverkehr innerhalb der Europäischen Union wieder vollständig zu erlauben.

    Fortsetzung der US-Fleischproduktion von Trump angeordnet

    US-Präsident Donald Trump hat angeordnet, dass die Produktion in amerikanischen Fleischfabriken trotz der Corona-Krise weiterlaufen muss. In einem Dekret des Weißen Hauses wird die Fleischindustrie als wesentlicher Wirtschaftssektor eingestuft, der in nationalen Krisenzeiten weiterlaufen müsse. Mehrere Fleischbetriebe in den USA hatten zuletzt wegen der Ausbreitung des Coronavirus unter ihren Beschäftigten geschlossen. Nach Angaben der Branchengewerkschaft sind bislang mindestens 20 Beschäftige der Fleischindustrie nach einer Corona-Infektion gestorben. Mehr als 5000 Beschäftigte zeigten demnach Symptome.

    Mehrere Männer stechen in Hanau auf Passanten ein

    Eine Gruppe von Männern hat in der Innenstadt von Hanau vier Passanten mit Messern angegriffen und verletzt. Die Täter flüchteten, wie die Polizei in der Nacht mitteilte.

    Nach ersten Erkenntnissen waren die Passanten unabhängig voneinander in der Innenstadt unterwegs, als sie auf fünf bis sieben Männer stießen und von ihnen angegriffen wurden. Die Täter sollen ein südländisches Aussehen und Vollbärte getragen haben. Die vier verletzten Männer im Alter zwischen 17 und 26 Jahren seien am späten Abend kurz nacheinander in der Notaufnahme eines Hanauer Klinikums erschienen, einige von ihnen mit Stichwunden. In Lebensgefahr schwebten sie nicht, hieß es.

    Corona-Krise reißt Airbus in die roten Zahlen

    Die Corona-Krise und Sonderabschreibungen haben den Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus im ersten Quartal in die roten Zahlen gerissen. Unter dem Strich stand ein Verlust von 481 Millionen Euro nach einem Gewinn von 40 Millionen ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen heute in Toulouse mitteilte. Der Umsatz sank wegen Unterbrechungen bei der Flugzeug-Auslieferung infolge der Pandemie um 15 Prozent auf 10,6 Milliarden Euro. Der um Sonderposten bereinigte operative Gewinn sackte um knapp die Hälfte auf 281 Millionen Euro nach unten.

    mk/dpa/ae

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    Tags:
    Coronavirus, Reisewarnung, Hanau, Deutschland