04:32 30 September 2020
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    Die Weltgesundheitsorganisation WHO klagt, dass China ihr die Teilnahme an den Ermittlungen zur Herkunft des neuartigen Coronavirus verwehrt, das seit Beginn des Jahres weltweit bereits mehr als drei Millionen Menschen angesteckt und über 200.000 getötet hat.

    Die Weltgesundheitsorganisation wolle die Umstände genau untersuchen, um die Entstehung einer vergleichbaren Infektion in Zukunft zu verhindern, sagte der WHO-Vertreter in China, Gauden Galea, in einem Interview mit dem britischen Fernsehsender Sky News.

    „Wir wissen, dass (in China) bereits auf nationaler Ebene ermittelt wird, aber wir wurden in dieser Phase nicht zur Teilnahme eingeladen. Die WHO schickt immer weitere Anfragen an Gesundheitsstrukturen und Behörden Chinas.“

    Galea bemängelte auch, dass die chinesischen Behörden der WHO den Zugriff auf Daten der beiden Viruslabors in Wuhan, dem Epizentrum des Coronavirus, verwehrten.

    Die Weltgesundheitsorganisation zweifle nicht daran, dass das Virus nicht in einem Labor erzeugt wurde, sondern natürlichen Ursprungs ist, sagte Galea. „Doch zu jedem vollständigen Bericht, zu jeder umfassenden Ermittlung müssen auch Labordaten dazugehören.“

    US-Präsident Donald Trump hatte gemutmaßt, dass das Coronavirus in einem Labor im chinesischen Wuhan erschaffen worden sein könnte. Er drohte China mit Konsequenzen, sollte sich der Verdacht bestätigen. Die Regierung in Peking wies den Vorwurf zurück.

    Das neuartige Virus Sars-CoV-2, das erstmals Ende Dezember in China entdeckt wurde, hat sich innerhalb von wenigen Monaten über den Globus ausgebreitet und nach jüngsten Angaben der Weltgesundheitsorganisation weltweit bereits 3,1 Millionen Menschen angesteckt. Rund 217.000 Infizierte starben. Die WHO stufte die Ausbreitung der Infektion als Pandemie ein.

    Nach Angaben der Johns Hopkins University (JHU) in Baltimore, die sich in ihren Erhebungen nicht nur auf Behördenangaben, sondern auch auf Medien stützt, gab es bis Freitagvormittag weltweit bereits mehr als 3,2 Millionen Infektionen und rund 233.000 Tote.

    leo/ae

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    Tags:
    Absage, Zugang, Ermittlung, Labor, Coronavirus, China, WHO, Weltgesundheitsorganisation (WHO)