12:31 04 Juli 2020
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    Britische Cybersicherheitsexperten aus dem National Cyber Security Center (NCSC) beklagen angebliche Versuche einiger „feindlicher“ Staaten, einschließlich Russlands und Chinas, britische Universitäten und wissenschaftliche Einrichtungen zu hacken, um Forschungsdaten zur Entwicklung des Corona-Impfstoffes zu stehlen.

    Laut dem National Cyber ​​Security Center (NCSC) ist die Zahl von solchen gezielten Cyber-Angriffen in der letzten Zeit gestiegen. Die Experten des Zentrums vermuten, dass Länder wie der Iran, Russland und China hinter diesen Cyber-Angriffen stehen könnten.

    „Jeder Angriff auf die Bemühungen zur Bekämpfung der Corona-Krise ist absolut verwerflich. Wir haben eine zunehmende Zahl von Cyber-Angriffen im Zusammenhang mit Coronavirus registriert, unsere Experten arbeiten rund um die Uhr, um wissenschaftliche Einrichtungen gezielt zu unterstützen“, sagte der Pressesprecher von NCSC.

    Die Universität von Oxford, die weltweit führende Anstrengungen zur Entwicklung von Impfstoffen unternimmt, teilte mit, dass sie mit dem NCSC zusammenarbeite, um ihre Forschungen zu schützen.

    „Die Universität von Oxford arbeitet eng mit dem NCSC zusammen, um sicherzustellen, dass unsere Covid-19-Forschung bestens geschützt ist“, sagte der Sprecher der Universität.

    Laut James Sullivan, dem ehemaligen Cyber-Analytiker bei der National Crime Agency, sei es nicht überraschend, dass „feindliche Staaten“ es auf die Covid-19-Forschung abgesehen hätten.

    „Die Pandemie wird zu einer zunehmenden Cyberaktivität von feindlichen Staaten führen. Es ist eine neue Gelegenheit für sie, die nötigen Informationen zu sammeln. Es besteht darum die Gefahr, dass all dies politische Spannungen verschärft“, sagte er.

    Zuvor hatte die australische Zeitung „Daily Telegraph“ berichtet, dass China laut einem 15-seitigen Dossier der sogenannten „Five Eyes“, einer Allianz von Geheimdiensten aus den USA, Australien, Neuseeland, Großbritannien und Kanada, absichtlich Beweise für einen Corona-Ausbruch verheimlicht oder zerstört haben soll. Demnach soll China Hinweise auf Coronaviren in Laboratorien zerstört und sich geweigert haben, den Wissenschaftlern, die an einem Corona-Impfstoff arbeiten, Biomaterialien zur Verfügung zu stellen.

    ac/mt

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    Oxford - Universität, Cyberangriff, China, Russland, Hacker, Großbritannien, Impfstoff, Coronavirus