04:07 25 November 2020
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    Nachrichtenüberblick: Gates begrüßt Ergebnis der Geberkonferenz; Beispiellose Einbußen durch Corona-Krise; Schande für Europa; Polnisches Reparationsgutachten wird unter Verschluss gehalten; Weniger Einbrüche in Corona-Zeiten; Sicherheitsmängel bei SAP

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Dienstag geschehen ist.

    Gates begrüßt Ergebnis der Geberkonferenz

    Das Ergebnis der internationalen Geberkonferenz für einen Corona-Impfstoff ist aus Sicht der Bill- und Melinda-Gates-Stiftung ein wichtiges Zeichen der internationalen Solidarität. Der Deutschland-Vertreter der Stiftung, Tobias Kahler, lobte vor allem die Rolle Deutschlands, das 525 Millionen Euro zu dem Gesamtergebnis von 7,4 Milliarden Euro beigetragen hat. Die Zusagen der Bundesregierung seien ein entscheidender Beitrag, um die Arbeit an Tests, Medikamenten und einem wirksamen und sicheren Impfstoff voranzutreiben und auch den Menschen in den ärmsten Ländern einen gerechten Zugang zu ermöglichen, erklärte Kahler.

    Beispiellose Einbußen durch Corona-Krise

    Der Deutsche Städtetag erwartet infolge der Corona-Krise beispiellose finanzielle Einbußen für die Kommunen. Die Belastungen liegen nach einer neuen Prognose bei mindestens 20 Milliarden Euro in diesem Jahr. Die kommunalen Haushalte werden so hohe Einbußen erleiden, wie man sie in der Geschichte der Bundesrepublik noch nicht gesehen hat, sagte der Präsident des Städtetages und Oberbürgermeister der Stadt Leipzig, Burkhard Jung. Mindestens 15 bis 20 Prozent der Gewerbesteuer würden im Bundesdurchschnitt wegbrechen, möglicherweise sogar noch deutlich mehr, sagte Jung. Der Städtetag erneuerte die Forderung, Bund und Länder müssten einen milliardenschweren kommunalen Rettungsschirm aufspannen.

    Schande für Europa

    Bundesentwicklungsminister Gerd Müller hat die überfüllten Flüchtlingslager in Griechenland als eine „Schande für Europa“ bezeichnet. Der CSU-Politiker sagte, er habe das Lager Moria auf Lesbos besucht und selbst gesehen, wie 20.000 Menschen zusammengepfercht in einem Lager lebten, das für 3.000 geplant gewesen sei. Nötig seien kleinere Einheiten mit menschenwürdigen Bedingungen nach UN-Standards. Müller betonte, mit der Evakuierung von Kindern in europäische Länder sei das Problem nicht gelöst. Deutschland will etwa 500 Minderjährige aus den griechischen Lagern aufnehmen. In einem ersten Schritt waren bereits 47 Kinder gekommen, deren Quarantäne gestern endete. Sie werden nun auf die einzelnen Bundesländer verteilt.

    Polnisches Reparationsgutachten wird unter Verschluss gehalten

    Eine polnische Parlamentskommission hat ihren Bericht zu den von Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg angerichteten Kriegsschäden zwar fertiggestellt, er wird aber bis auf weiteres unter Verschluss gehalten. Die Arbeit sei abgeschlossen, er wolle sich aber noch nicht zu Details äußern, sagte der bisherige Kommissionsleiter aus der Regierungspartei PiS, Arkadiusz Mularczyk, der DPA in Warschau wenige Tage vor dem 75. Jahrestag des Kriegsendes am 8. Mai. Dafür komme noch eine passende Zeit.

    Weniger Einbrüche in Corona-Zeiten

    In der Corona-Pandemie wird vorläufigen Zahlen zufolge weniger in Wohnungen und Wohnhäuser eingebrochen. Dieser Trend zeichnet sich nahezu bundesweit ab, wie eine Länder-Umfrage der Deutschen Presse-Agentur zeigt. So ging etwa in Nordrhein-Westfalen die Zahl der Wohnungseinbrüche im März und April im Vergleich zu den Vorjahresmonaten deutlich zurück. Auch in Bayern sank die Zahl der Einbrüche – ebenso wie die Kriminalität insgesamt. Während vom 1. März bis 26. April 2019 genau 3856 Fälle von Wohnungseinbruchdiebstahl im bevölkerungsreichsten Bundesland NRW registriert wurden, waren es laut Landesinnenministerium im gleichen Zeitraum dieses Jahres 2336. Das entspricht einem Rückgang von fast 40 Prozent.

    Sicherheitsmängel bei SAP

    Der Softwarekonzern SAP muss bei der Sicherheit einiger Cloud-Produkte nachbessern. Ein oder mehrere vertraglich vereinbarte oder gesetzlich vorgeschriebene IT-Sicherheitsstandards würden derzeit nicht erfüllt, teilte das Unternehmen in Walldorf mit. Dies sei im Rahmen einer internen Untersuchung zu Tage getreten, die nicht als Reaktion auf einen Sicherheitszwischenfall vorgenommen worden sei. Zwar dauere die Überprüfung noch an, das Unternehmen gehe jedoch derzeit nicht davon aus, dass aufgrund der festgestellten Mängel Daten von SAP-Kunden kompromittiert worden seien. Die Kosten für die notwendigen Maßnahmen zur Schließung der Sicherheitslücken erfordern dem Konzern zufolge keine Änderung des aktuellen Finanzausblicks für das Geschäftsjahr 2020.

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