18:31 23 November 2020
SNA Radio
    Panorama
    Zum Kurzlink
    3535
    Abonnieren

    Unionspolitiker fordern sofortige Grenzöffnung; Spannungen zwischen USA und Deutschland wegen WHO; Vereinte Nationen verdreifachen Milliardenbedarf für Corona-Nothilfe; Chinas Exporte legen wieder zu; Regierungshubschrauber in Berlin Tegel kostet Millionen; Corona-App allein löst Problem neuer Ansteckungen nicht

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Donnerstag geschehen ist.

    Unionspolitiker fordern sofortige Grenzöffnung

    In einer schriftlichen Stellungnahme, die dem Redaktionsnetzwerk Deutschland vorliegt, fordern zwölf EU- und Bundestagsabgeordnete der Union die sofortige Öffnung der deutschen Grenzen. Mitte März wurden Kontrollen an mehreren Grenzen eingeführt, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Seitdem dürfen nur deutsche Staatsangehörige, Personen mit Aufenthaltsgenehmigung oder mit einem wichtigen Reisegrund in die Bundesrepublik einreisen. Nach sieben Wochen müsse nun Schluss sein mit Gitterzäunen und Schlagbäumen im Herzen Europas, heißt es in dem an Bundesinnenminister Seehofer gerichteten Brief. Die Stellungnahme ist unter anderem vom Ex-Unionsfraktionschef Volker Kauder und Fraktionsvize Andreas Jung unterzeichnet. Sie plädieren dafür, die Grenzen zur Schweiz, zu Frankreich und Luxemburg sofort zu öffnen. Bis spätestens 15. Mai sollten alle als Notmaßnahme befristet verhängten Grenzbeschränkungen entfallen.

    Spannungen zwischen USA und Deutschland wegen WHO

    Die USA halten an ihrem gegen die Weltgesundheitsorganisation verhängten Zahlungsstopp fest und haben Kritik aus Deutschland daran in scharfer Form zurückgewiesen. Unsere höchste Priorität gelte dem Schutz von Leben, nicht öffentlichkeitswirksamen Gesten und kleinlicher Politik, heißt es in einem Antwortschreiben von US-Außenminister Mike Pompeo an den deutschen Außenminister Heiko Maas, das der Süddeutschen Zeitung vorliegt.

    Vereinte Nationen verdreifachen Milliardenbedarf für Corona-Nothilfe

    Die Vereinten Nationen brauchen für die Versorgung der durch die Corona-Krise schwer getroffenen ärmsten Menschen der Welt weitere Milliardenbeträge. Sie haben den nötigen Betrag seit dem Spendenaufruf im März mehr als verdreifacht. Um Millionen Menschen vor Hungerkatastrophen zu retten, sind nach neuesten Berechnungen 6,7 Milliarden Dollar nötig. Nothilfe, um die Ärmsten vor Hungersnöten zu retten, sei im Interesse aller Länder, sagte UN-Nothilfekoordinator Mark Lowcock der Deutschen Presse-Agentur. Im Nahen Osten und in der Sahel-Zone in Afrika gebe es bereits Anzeichen für wachsende Terroraktivitäten, sagte er. Es sei schwierig, Ursache und Wirkung schon klar zu benennen, aber die Corona-Krise bereite den Boden für größere Probleme. Armut treibe Menschen in die Arme bewaffneter Terrorgruppen.

    Chinas Exporte legen wieder zu

    Trotz des globalen Coronavirus-Ausbruchs sind Chinas Exporte im April überraschend gestiegen. Wie die Pekinger Zollbehörde heute mitteilte, legten die Ausfuhren im Vergleich zum April des Vorjahres um 3,5 Prozent zu. Deutlich bergab ging es dagegen mit den Importen, die um 14,2 Prozent einbrachen. Analysten hatten sowohl bei Ein- als auch bei Ausfuhren mit einem deutlichen Rückgang gerechnet. Die strengen Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus hatten die chinesische Wirtschaft seit Ende Januar praktisch zum Stillstand gebracht. Die Auswirkungen wurden daher besonders im Februar spürbar. Danach setzte eine langsame Erholung ein. Da sich das Virus seitdem jedoch im Rest der Welt verbreitete, läuft der globale Handel nur noch schleppend.

    Regierungshubschrauber in Berlin Tegel kostet Millionen

    Auch nach der geplanten Schließung des Berliner Flughafens Tegel im Herbst sollen dort noch bis 2029 Regierungshubschrauber starten und landen. Das steht schon länger fest, nun hat das Verteidigungsministerium die Kosten beziffert. Die Ausgaben für den Weiterbetrieb der militärischen Liegenschaft Tegel Nord werden auf jährlich circa fünf Millionen Euro geschätzt, heißt es in der Antwort auf eine Anfrage der Grünen im Bundestag, die der dpa vorliegt. Die drei Cougar-Hubschrauber transportieren etwa die Bundeskanzlerin und weitere Regierungsmitglieder. Im vergangenen Jahr gab es 67 Einsätze.

    Corona-App allein löst Problem neuer Ansteckungen nicht

    Die Weltgesundheitsorganisation hat zu hohe Erwartungen an die Corona-Warn-Apps gedämpft. Auch beim Einsatz solcher Hilfsmittel seien weiterhin Menschen nötig, die nachverfolgen, mit wem Infizierte in letzter Zeit Kontakt hatten, um sie zu warnen und in Quarantäne zu bringen, sagte WHO-Expertin Maria van Kerkhove in Genf. Eine solche App für das Handy soll in Deutschland und vielen anderen Ländern zum Einsatz kommen. Sie erfassen, welche Smartphones einander nahegekommen sind und können Nutzer warnen, wenn sich später herausstellt, dass in ihrer Umgebung eine infizierte Person war.

    mk/dpa/ae

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Russland droht bei Weitergabe von Kontrollflug-Informationen an USA mit „harter Antwort“
    Nasa unterbricht Live-Stream: Was taucht hier vor ISS auf? – Video
    Waffenschmuggel vermutet: Ankara stoppt Bundeswehreinsatz auf türkischem Frachter
    Tags:
    Tegel, Berlin, Uno, WHO, Coronavirus, China, USA, Deutschland